A. Allgemeiner Teil.
I. Physikalische Methoden.
Physikalische Methoden zur Prüfung und Wertbestimmung vonNahrungs- und Genussmitteln sind vielfach in Gebrauch und unter-stützen die hierzu in Anwendung kommenden chemischen Methodenauf das beste. So ist zur Kennzeichnung einer Reihe von Nahrungs-und Genussmitteln die Bestimmung des spezifischen Gewichtesunerlässlich. Des weiteren werden der Aggregatzustand (Zäh-oder Dünnflüssigkeit flüssiger Substanzen) und die Veränderungendesselben (Feststellung des Schmelzpunktes fester Körper, desErstarrungs- und Siedepunktes flüssiger Körper) für die Wert-bestimmung herangezogen. Bei Fettsubstanzen ist auf die Erhöh-ung der Temperatur, welche jene beimMischen mit konzentrierterSchwefelsäure erfahren, Gewicht gelegt worden. Endlich gehörendas Mikroskop, der Polarisationsapparat, das Spektroskopund die Centrifuge zu den unentbehrlichen Ausrüstungsgegen-ständen des Laboratoriums des Nahrungsmittelchemikers. Bei derUntersuchung der Fette, insbesondere der Butter, wird von demRefraktometer, mit welchem man das Lichtbrechungsver-mögen von Flüssigkeiten bestimmt, Gebrauch gemacht.
Bestimmung des spezifischen Gewichtes.
Unter spezifischem Gewicht eines festen odereines flüs-sigen Körpers wird das Verhältnis seines absoluten Gewichtes zudem Gewichte eines gleich grossen Volums Wasser verstanden.Das absolute Gewicht eines Körpers ist sein Gewicht in Luft oderim leeren Raum.
Unter spezifischem Gewicht eines Gases versteht man dasVerhältnis seines absoluten Gewichtes zu dem Gewicht eines gleichgrossen Volums Luft.