III. Untersucbungsmethoden.
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Alle die empfohlenen Mikroskope sind so gewählt, dass sieauch zur Bakterienuntersuchung nach Ankauf der notwendigenstärkeren Systeme, eines Beleuchtungsapparates etc. Verwendungfinden können.
III. Untersuchungsmethoden.
Die ersten Kenntnisse, welche sich der Nahrungs-mittelchemiker erwirbt, müssen darin bestehen, dass erdie Nahrungs- und Genussmittel in der Normalform, wiesie meist auf den Markt kommen, schnell und scharfauseinanderzuhalten versteht. Notwendig dürfte auch immersein, dass er sich allmählich eine Sammlung aller einschlä-gigen Materialien, sowie der zur Fälschung gewöhnlich ver-wendeten Stoffe, vielleicht nur in kleinen, aber charakteristischenProben anlegt, welche später stets zum Vergleiche herangezogenwerden können.
Dies ist nicht nur deshalb wichtig, um die einzelnen Han-delssorten leicht unterscheiden zu können, sondern besondersaus dem Grunde, weil man, wie wir später sehen werden, dasVergleichsmaterial beim Untersuchen von Präparaten inPulverform stets zur Hand haben muss. Ich halte im all-gemeinen die ständige Anfertigung von Vergleichspräparaten fürviel wichtiger als die Anlegung einer Sammlung von mikrosko-pischen Dauerpräparaten. Denn nur sehr selten enthält ein Prä-parat alle die Elemente, welche für ein bestimmtes Materialcharakteristisch sind. Ferner sind die Präparate alle mehr oderweniger dem Verderben ausgesetzt, wenigstens in einzelnen ihrerBestandteile, so dass sie meist nach einiger Zeit absolut nicht mehrcharakteristisch sind.
Die käuflichen mikroskopischen Präparate endlich leidenan dem grossen Fehler, dass sie meistens viel zu schön sind, dasssie entweder aus frischem Material hergestellt oder aber zu elegantbehandelt sind. In der Praxis werden gewiss nur äusserstselten auch nur annähernd so gute mikroskopische Präparateerzielt, und der Vergleich mit jenen fällt deshalb meistens unbe-friedigend oder negativ aus. Selbst ein geübter Mikroskopiker
Thoma, Nahrungsmittelchemie. 21