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Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
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Botanisch-mikroskopischer Teil.

bereiten aber in vielen Fällen dem Untersucher solche Schwierig-keiten, dass ein ungeübter Mikroskopiker kaum zu sicheren Be-sultaten gelangen dürfte.

Am besten wird wohl in der Weise vorgegangen, dasszunächst gleichzeitig zwei Präparate angefertigt werden,das eine in Alkohol, das andere in Wasser. Bieten beidePräparate den gleichen Anblick (abgesehen natürlich von Stärke-körnern, welche ja im Wasser quellen!), so wird nach einiger Zeitdem Alkoholpräparat, welches keine störenden Luftblasen enthält,von der Seite her reichlich Wasser zugesetzt und dann unterstetiger, langsamer Verschiebung des Objektträgers unter demMikroskop beobachtet.

Alle charakteristischen Bestandteile des Pulverswerden entweder genau notiert oder noch besser kurz skiz-ziert, bis man das Präparat vollständig durchforscht zuhaben glaubt.Gute Dienste leisten in einem solchen Falle stets „Revolverniikro-skope", da man so die Möglichkeit hat, mit schwachen Objektivenrasch auffallende Bestandteile aufzufinden und diese dann mit einerstärkeren Vergrösserung genauer zu untersuchen. Sollten einzelneder Pulverelemente undurchsichtig sein, so empfiehlt es sich, neuePräparate (bei genügendem Material) anzufertigen und in denselbendie bekannten Quellungs-, bez. Aufhellungsmittel (Chloralhydrat, Kali-lauge, Eau de Javelle, Natriumsalicylat, Nelkenöl etc.), welche bei ana-tomischen Untersuchungen ständig gebraucht werden, zu verwenden.

Empfehlenswert ist es, stets eine ganze Anzahl von Präparatenzu durchmustern, was sehr schnell sich erledigen lässt, wenn eineinziges erst einmal genau bekannt ist. Es empfiehlt sich ferner,dass man Proben des Pulvers mit den Fingerspitzen ergreift undsie in den einzelnen mikroskopischen Präparaten verteilt. Sehrbald wird man herausfinden, wie viel von der Masse man in einPräparat bringen darf, dass es nicht praktisch ist, weder zu vielnoch zu wenig von der Masse in dem Alkohol-, bez. Wassertropfen zuverteilen. Nicht angebracht finde ich es, mit dem nassen Glasstab,wie es vielfach geschieht, Proben des Pulvers aufzunehmen, dahierdurch häufig vorzugsweise bestimmte Teile des Pulvers auf-genommen werden, während andere vernachlässigt bleiben und oftgar nicht zur Untersuchung gelangen.

Verhältnismässig einfach sind Pulveruntersuchungendann, wenn man weiss, was das Pulver vorstellen soll,unter welcher Bezeichnung es im Handel ist, da man in