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Einführung in die praktische Nahrungsmittelchemie
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IY. Ausführung. A. Mehlsorten.

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suchung solcher Fälle wird natürlich nur derjenige gehen können,welcher vollständige mikroskopische Fertigkeit und ausgedehnteallgemein-botanische Kenntnisse besitzt.

IV. Ausführung.

A. Untersuchung der wichtigsten Mehlsorten.

Jeder, der einen anatomisch-botanischen Kursus durchgemachthat, kennt den allgemeinen Bau der Gramineenkörner, von welchendie meisten und die wichtigsten Mehlsorten abstammen. Er weiss,dass das Gramineenkorn eine Caryopse darstellt, d. h. eine Fruchtist, bei welcher Fruchtschicht und Samenschale mehr oder wenigerfest mit einander verwachsen sind. Er hat ferner gesehen, dassdie Formen der Stärkekörner bei den verschiedenen Gramineenwechselnde sind, dass man danach 3 Gruppen aufstellen kann, zuderen ersterer Weizen, Roggen und Gerste gehören, während zuder zweiten der Mais, zu der dritten Keis und Hafer zu rechnensind. Von allen diesen Gramineenstärkekörnern lassen sich dieübrigen Mehle, die von der Kartoffel, aus den Samen der Hülsen-früchtler, aus Scitamineenknollen (Arrowroot), Palmen etc. gewonnenwerden, mikroskopisch nieist sehr leicht unterscheiden.

Im allgemeinen genügt also schon die Form, event. auch dasGrössenverhältnis der Stärkekörner, um Mehle rasch erkennen zukönnen. Wo jedoch dies nicht der Fall ist, wie z. B. bei der inder Praxis sehr wichtigen Unterscheidung von Weizen- undBoggenmehl etc., besonders aber bei der Feststellung event. vor-gekommener Mischungen nahestehender Mehlsorten, müssen ein-gehende Untersuchungen angestellt werden, welche nicht nurdie Stärkekörner, sondern ganz besonders die ihnen beigemischten,der Frucht- und Samenschale entstammenden Zellfragmente berück-sichtigen.

Um diese Verhältnisse vollständig klarzulegen, soll der Baudes Weizenkorns genau beschrieben werden.