I. Physikalische Methoden.
11
Behälter. Das darin noch befindliche Wasser wird in demselbenansteigen, ohne jedoch die Spitze des Zeigers völlig zu erreichen.Uni die Spitze mit der Wasseroberfläche wieder sich berühren znlassen, muss man daher aus der Bürette noch eine gewisse MengeWasser zufliessen lassen. Diese Menge Wasser zieht man von dermit dem Heber abgelassenen Wassermenge ab und dividiert mitdieser Zahl, welche dem Gewicht des durch die Kartoffeln ver-drängten Wassers entspricht, in das absolute Gewicht der Kar-toffeln. Man erfährt hierdurch das spezifische Gewicht derselben.
Angenommen es wären 1050 g Kartoffeln abgewogen und 1 LiterWasser (= 1000 g) abgelassen worden. Nach dem Einbringen derKartoffeln in den Behälter hätte man noch 55 ccm Wasser aus derBürette wieder zufliessen lassen müssen, damit die Flüssigkeitsober-fläche in dem Apparat mit der Spitze des Zeigers sich berührte,so ist das spezifische Gewicht der Kartoffeln:
1050 1050 ....
'1000 —55 — 945 '
Märcker, Behrend und Morgen haben eine Tabelle ausge-arbeitet, in welcher die spezifischen Gewichte mit der Trocken-substanz und dem Stärkemehlgelialt der Kartoffeln verglichen sind.Einige Zahlen aus dieser Tabelle mögen dies näher erläutern. Esentspricht:
Spezifisches
Trocken-
Stärke-
Gewicht
substanz
mehl
Proz.
Proz.
1,080
19,7
13,9
1,090
21,8
16,0
1,100
24,0
18,2
1,110
26,1
20,3
1,111
26,3
20,5 (siehe oben!)
1,120
28,3
22,5
1,130
30,4
24,6
1,140
32,5
26,7
1,150
34,7
28,9
1,159
36,6
30,8.
Flüssigkeitsgrad von Flüssigkeiten.
Die Flüssigkeiten besitzen einen verschiedenen Flüssigkeits-grad. Einige sind zähflüssig, andere dünnflüssig. Das zeigt sich,wenn man eine Flüssigkeit aus einem engen Röhrchen unter gleichen