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A. Allgemeiner Teil.
Fliessbedingungen, d. h. bei gleicher Anfangsdruckhöhe und gleicherTemperatur austreten lässt. Die zähflüssigen Flüssigkeiten werdenunter gleichen Bedingungen eine längere Zeit nötig haben, um ausdem sie enthaltenden Gefäss auszufliessen als die dünnflüssigen.Indem man daher die Ausflusszeiten bestimmt, gelangt man zueinem Vergleich der Flüssigkeiten hinsichtlich ihres verschiedenenFlüssigkeitsgrades.
Man benutzt den verschiedenenFlüssigkeitsgrad zur W ertbestim-rnung der Mineralschmieröle ganzallgemein, aber auch in der Nah-rungsmittelcliemie hat man vorge-schlagen, die Ausflussgeschwindig-keit gewisser flüssiger Nahrungs- oderGenussmittel bei der Wertschätzungderselben zu berücksichtigen. Dasist bis jetzt bei der Milch und demBier geschehen. Wenn auch dieseMethode, wenigstens zur Zeit noch,eine geringe Bedeutung beansprucht,so sollen dennoch an dieser Stelledie beiden wichtigsten Apparate kurzerläutert sein, welche für derartigeBestimmungen benutzt werden.
Der besonders bei der Beurtei-lung der Mineralschmieröle angewen-dete Apparat ist das Engl er'seheViscosimeter (Abb. 10). Das indie Kasserole M, welche je nachBedarf mit Wasser oder hochsieden-dem Mineralöl gefüllt wird und alsHeizbad dient, eingesetzte Ausfluss-gefäss hat bei e das aus Platin bestehende Ausflussröhrchen. Dieseswird vor der Füllung mit dem Öl mit dem hölzernen, durch den Ge-fässdeckel D geführten Stift V verschlossen. Durch den Gefässdeckelist das in das Öl eintauchende Thermometer T geführt und in dasHeizbad M taucht ein zweites Thermometer T ein. Der Apparatsteht auf einem Dreifuss, an dessen einem Fuss ein Heizring be-festigt ist. Der Messkolben K, welcher zum Auffangen und Messendes ausfliessenden Öles dient, trägt bei 200 und 240 ccm Marken.
Abb. 10. Viscosimeter nachEngler.