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Bartholomaei Carrichters Kräuter und Artzeneybuchs dritter und letzter Theil, genandt Der Teutschen Speißkammer
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229
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Speißkammer. «9

Wunder/die Teutsche Nation solle darübe^allein verarmen/und zum Spott werden.

Wolan wir haben nun viel Jahr lang unserGeld weitläufftig nach köstlichen Speisen undSpecereyen / damitwirinden Küchen undSpeißkammern keinen Abgang oder Mangelhätten/hinun wieder in dieiandschafften/Mes-sen undIahrmärckeen/ mit Haussen geschickt/daßwirnichtwolaußdauren können/wo wirstets also fortfahren werden. Sonst wann un,sereHtrrnanländlickerKost / wie ihre Vor,Eltern / die auch grosse Herrn waren, sich stt««igen und genügen liessen / wollen wir ihnenjahrlicksetnegrosse S««mm Gelds ersparen/dazu gesündere Zeituno längeres ieben zusa-gen : Dann jeyünoer zu unfern Zeiten / vielmehr auß überfliisslgem Essen und Trincken/weder auß Mangel oder Hunger/ schnell dahinfahren/wie solches alle gelehrte Aertzi bekennenmüssen-. Dann so offt der Herren einer kranckwordem will man den rechten Grund und Ur,sackdeßBrcsiens erkundigen/ erfindetfickge,meyniglick/daß die Kranckheit vomUberfiußentstanden ist/da sah« man zuweilen an mitGewalt zu purgieren und auß zu treiben/da-durch demieibzwelfältlgerSchaoezufallt.Erst'lich ist der gantzeteib schwach wegen überladenenMagens : Darnach wird er durch die strengeAußführung der Purgation noch schwächer/un gerach vonTag zuTag und zusehends in eineabnehmedeQualitat/dazu wiluns selbe: lmnge/noch lassenwir uns weder rächen noch helffen:wollen viel lieber der W<lt zu Gefallen leben/P iy der