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Bartholomaei Carrichters Kräuter und Artzeneybuchs dritter und letzter Theil, genandt Der Teutschen Speißkammer
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DerTeutschen

Innerliche Würckung deß Ka-mels.

Z>Er edle Caneelwird umb seines lieblichen

^Geruches und Geschmackes willen/ auch

nicht auß den Küchen gelassen. Er hilfst und

bringt andere Würtz und Specerey zu recht/

dann was der Koch lieblich und anmutig von

süsser Würtz/es sey am Morgen oder am Abend

zum Schlafftrnnck bereiten will/forsch««

bald nach dem Canel: Wil man eine guten lau«

eeren Tranck haben/oder ein liebliche Bräseney

zurlchlcn/somußde:Caneelalljumahlzufolderst

dabeyseyn/unddasnitunbtllich/dann die rechte

und beste Zimmelröbrlein haben das ^ob in vi«,

len Dingen/sepnd eem Koch und Apothecker

sehr gemein.

viosc.ul).,. So ist nun Zimmetinder Spciß/oder sonst

«s.»3. ^ Draseney gebraucht/dem Haupt gesund/dan

ertrücknet mit seiner zanen SubtUttat die

Hauvtfiüß, Hauptfiüß/so herunter auff die Brust fallen.

Magen Zimmet gebraucht / erwärmet und stärcket

siarcken. denMagen/gibt demselben einen gmen Geruch/

^t,il« ä"° ««theilet dcn kalten zähen Schleym/ umb deß

willen so isi derCaneel denWassersüchligen/un

der versiopfften iebern und Nieren fast nützlich.

Caneel genossen in Speiß undTranck/lreibt

den Harn/und der Weiber Blödigkeit: Etli,

4^arn irel. che mischen Myrrha darunter.

Weiber- FiirallesGifftun Stich dergiffligen Thiel/

soll man gestossenCancel einnehmen/es hilfst.

Will man die Caneelwurtz lang gut unndlrisch behalten/ soll man auß dem geflossenen

Zim-

Wasser-sucht.

blol>igfeit.Gifft.