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Bartholomaei Carrichters Kräuter und Artzeneybuchs dritter und letzter Theil, genandt Der Teutschen Speißkammer
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122
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il2 GerTemschtn

Ein Trunck Essig wehret ingleichem demAuffsiossen/5mßultU5 genant.

Essig/wann der im trincken zu fiarck ist/ magman ihm seineSchärffe mil gebahetemRocten-brodmiltern/ oder mit Wein mischen/oder einwenig Saltz darunter temperieren.

Eufferlicher Brauch und Nutz

deß Essigs.

AtSsigin den Mund genommen/ so manim^-Bad ist erhitz« worden / vertrtlbl dle Hitz/Ohnmacht und wehret der Ohnmacht.

Niessen/ Wann das Niessen jemand hart an^ompl /vertreiben, derselbigenechean Esslg/eshorttauff.Haupt, Das ditzig «lnd schmertzllche Hauplwehewird muEsslg hingelegt/alle hitzigeBrände werden mit Ess'g außgelösckl und gedämpft.

So jemand Wurm od« andere Thlerlcin

in Ohren hätte/ dem soll man warmen Essig

darein tropffen lassen/davonmiissensiesierben.

Also gebraucht/wehret dem Sausen / und

zertheilt die Geschwär in den Ohren.

Man mag auch den heissen Damvff in dieOhren empfangen/hat cs gleiche Würckung.Alle Knollen hinder den Ohren soll man mithinder den Heissem Esslg bihen/eins Schwamm darinn n<<Ohren. tze»/und die Knollen damit streichen.

GemeldlerBrauch deß Essigs zertbcilt und

^W^ vertreibt die S«äme/und geschlagene Mahler.

^ Warm« Essig lnMnndgenominen/ macht

Wackcnde Mss die lahme/ hinckmdeZähn/ bessert und

Zahn. bevefiiget das schwache lodere Zahnfiel<ch/weh.

ree

^Hitzig«Bmnd.Würm inOhren.

Ohren,Sausen.

Knollen