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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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CORTEX QUASSIAE AMAIIAE.

die deutlich und langfasrige Bastschicht auf.Bei jüngeren Exemplaren erscheint sie dichtmit braunen und schwärzlichen Längsflechen,bei altern grau und aus gesonderten langen,feinen Fasern bestehend, die sich hier auchauf dem Bruche deutlich zeigen, dagegen die-

als rein bitteres Mittel besonders auf dasMuskelsystem.

IV.Nach Pf äff (l) kommt die Quassienrin-de in ihrer Mischung im Wesentlichen mitdem Holze überein ; nur enthält sie mehr

ser bei Jüngern Stücken glatt und körnig ist. eigenthümlichenBitterstoff (Tho ms on's (m)

Die Bastschicht ist von dem Splinte völlig Quassin), mehr in Wasser lösliche Thei-

getrennt, und hierdurch unterscheidet sich le und etwas gewürzhaften Stoff. — Das

besonders die ächte Quassia amara von dem Quassin hat man bald für ein eigenthümli-

Rlius Metopium, das man oft statt jener er- ches Prinzip, bald für eine Art des Extrak-

hält. Der Geschmack der Bitterholzrinde tivstoffes gehalten. Nach Buchner (ji)

ist angenehm und stark bitter, dabei schwach scheint es ein Alkaloid zu enthalten. Ein

gewürzhaft und zeigt sich schnell. Geruch Gran desselben in eine Wunde am Schenkel

besitzt sie nicht.

nr.

Nachdem die Bitterquassia, wie manangiebt, seit 1714 in Surinam und besondersvon einem Neger, Namens Q u a f s oder C o i s-si, angewendet worden war, machte sieLinne, dem sie sein Schüler Dalbergaus Surinam mitgebracht hatte, 1763 in ei-ner besondern Dissertation (i) allgemeinerbekannt. Damals leitete man das Quassien-holz von der Wurzel des Gewächses her;später zeigte Murray (h), dafs die Rindenoch kräftiger als der Stamm sey. Sie wirkt

gebracht, tödtete Kaninchen in 30 Stunden.Eben so ist bekanntlich die Quassia für dieFliegen ein tödtliches Gift. Raab (o) hat inder Quassiatinktur eine, auch in einigen an-dern Stoffen vorkommende, aber noch nichtrein dargestellte Substanz gefunden, die erSchillerstoff nennt,

V.

Erklärung der Abbildungen auf

Tafel XXXI. Fig. 3 — 6.

Fig. 3- ein älteres Rindenstück von oben.Fig. 4. dasselbe von unten.Fig. 5. ein jüngeres Stück von oben.Fig. 6. ebenfalls von unten.

(«) Diss. de ligno Quassiae. v. Araoen. acad. VI, p. 416.

c. icon.(fr) Apparat, med. III. p. 438.(I) System d. Mat. med. I. p. 22.(m) System d. Chcm. IV. p. 46.

(n) Bcpcrtor. XXIV. p. 256. und L a u r. II e r 1 1 de Quas-sia in speeie et remedüs amarig in generc. Landishut.1826. 4.

(o) Kästner'» Archiv IX. p. 121. u. Trommsdorffsneu. Journ. XV. 2. p 221.