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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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154 KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.

Vorfahren anderer ordentlichen Menschen- mit röthlichgclberKeimmassebeic; imUebri-

kinder gewesen seyn müfsten.

9. Variolaria depressa Zenk. (Nieder-gedrückte Blatter flechte.)

Diagn. Thallus ungleichförmig, unbegrenztund unbestimmt ausgebreitet, dünnhäutig,fast krustig, bläulich aschgrau. Apothe-

gen ist es ganz gleichartig.

V. Ocellularia Meyer. (Augen-flechte.) Vergl« S. 133.

10. Ocellularia urceolaris Sprengel; The-lotrema urceolare Ach. (Krugför-mige Augen flechte.)

kien blatterförmig, anfangs kuglig, weifs Diagn. Thallus krustig, fast häutig, un-

pulverig-bestäubt, nachher flach niederge-drückt, oben meist eine röthlichgelbeKeimplatte.

(Wohnort.} Auf der gewöhnlichen Handelsloxarinde.

Bemerkungen. An unseren Exempla-ren sind häufig nebst den älteren blatterähn-lichen Apothekien auch noch soredienähnli-che. Beide aber haben das gemein, dafs sie sehrniedergedrückt sind. Die jungen sind indefsrundlicher, und ihr Staub ist auch weifsli-cher, als bei den älteren. Gewöhnlich kom-men sie einzeln vor, nur selten fliefsen siezusammen. Der Thallus ist da, wo keineApothekien ihn uneben machen, fast silber-farben glänzend.

Wir würden übrigens unsere Art mit Va-riolaria globulifera A eh. fast für identisch hal-ten, wenn nicht deren Thallus durchaus alscartilagineus , und die Apothekien als glabraangegeben würden, überdiefs ist auch ge-wöhnlich bei unserer Art der Kern nicht ein-geschlossen, wie bei jener, sondern er tritthäufig frei hervor an die Oberiläche des Apo-thekiums, wefshalb sie wohl verschieden zuseyn scheint.

gleich, fast höckerig, unbestimmt ausge-breitet, unbegrenzt, bräunlichgelb insMilchweifse spielend. Apothekien (Warzen)nicht zusammenfliefsend, häufig bei einan-der stehend, kugelförmig, gelblichbraun,oben etwas flach und gegen die Mitte hineingedrückt mit einer Oeffnung, wodurchder dichte knorpelartige weifse Kern mitseiner schwarzen Spitze hervorblickt jKernhülle {peritheciuiii) schwarzbraun.

(Wohnort.} Auf China flava; weniger selten.

Bemerkungen. Der Thallus ist ei-gentlich nicht blofs lacteus , wie ihn Acha-rius (Synops. lieh. p. 115) beschreibt, son-dern an unseren Exemplaren wird er mehrschmutzig okergelb getroffen, spielt jedochins Milchfarbene. Auch würden wir dieApothekien nicht mit Acharius als suhfuscabezeichnen, da sie im Gegentheil noch hellerokergelb erschienen, als der Thallus selber.Die dunkelbraune , fast schwarze, kohlenar-tige Kernhülle wird vom Thallus so umge-ben, dafs letzterer fast eine Kugel darstellt,welche oben nur etwas eingedrückt und miteiner gerandeten OefFnung versehen ist.

Weifslich, aber cartilaginös, ist der Kern, undAbbildung. Fig. 5, a ein Stück Rinde hat entweder eine umgekehrte birnförmigevon Cinchona scrobiculata mit Variolaria de- Gestalt, indem ein Lager schwarzer Zellenpressa. h ein vergröfsertes Stück mit grö- den Gipfel krönt, wie bei Fig. 10, c, oderfseren und kleineren Apothekien. c Quer- es bildet sich ein zweiter schwarzer, kohligerdurchschnitt eines einzelnen Apothekiums Kern von konischer Gestalt in dem weifsen