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KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
welche sich vorzüglich gegen den Mittel- Thallus uneben. Die Figur der äufserst dün-
punct des Thallus hier anhäufen, sind rück- nen und kaum erhabenen Apothekien wird
sichtlich ihrer Gröfse vom Alter abhängig. höchst verschieden getroffen. Höchst selten
Die darunter stehende Figur b ist ein ver- sind sie gerade, sondern meist gewunden,
gröfserter Verticaldurchschnitt eines Apo- geschlängelt, bogenförmig oder knieförmig
thekiums und des darunter befindlichen Thal- gebogen, im Zickzack u. s. w. verlaufend,
lus. Die obere etwas einwärts gekrümmte wozu noch die Verästelung und das oft pa-
kasianienbraune längliche Lage ist die Keim- rallele Anlagern anderer Apothekien kommt,
platte, dann folgt die weifse Medullarschicht, um diese Art zu einem wahren Proteus der
indem die Rindenschicht d des Thallus c den Graphiden zu machen.
Schüsselrand deutlich bildet. Nur aber im Die nächste Verwandte ist Opegrapha
Centro ist das umgekehrte konische Schüssel- Condaininea Fee (Fe'e 1. c. Taf. IX, F. 1),
chen befesigt. Stark vergröfserte Wurzelfa- nur fehlt ihr:sern sind bei e an der Unterseite des Thallus 1) der Thallusrand um die Apothekien;
befindlich, aber kurz und dick.
II. Graphis Ad ans. (Schrift-flechte.) Vergl. S. 150.
2. Graphis subbißda Zenk. (Doppelt-gespaltene Schriftflechte.)
Diagn. Thallus ohne bestimmte Figur, aus-gebreitet, fast begrenzt, dünn, fast mem-branös, glatt, weifslich aschgrau, biswei-len ins Gelbe spielend. Apothekien ge-krümmt, schmal, klein, ziemlich gehäuft,oft einfach, selten doppelt gabelförmig ge-theilt, und bisweilen noch einfach ver-ästet, vom Thallus schwach gerandet, eig-ner Rand schmal und schneidend, geschlän-gelt, Enden ziemlich stumpf, Keimplatte(Rinne) bei alten mit weifslichem Keim-staub überstreut.
(Wohnort.) Auf der Guanucocliina.
Bemerkungen.
Die Thallusgrenze ist
an den vor uns liegenden Exemplaren nichtüberall deutlich, wenigstens nicht immereine solche schwarze Grenzlinie sichtbar, wiesie z. B. auf unserer Abbildung angegeben
2) ist sie völlig unbegrenzt;
3) der Thallus ist dunkler gefärbt;
4) ist der eigene Apothekienrand weit stär-ker und breiter;
5) der Discus wird ganz schwarz darge-stellt, indefs er bei unserer GrapJüs sub-bijidn fast stets weifsstaubig erscheint.
Mit Graphis furcata Fee (Fee 1. c. IX,F. 4) hann sie ebenfalls nicht vereinigt wer-den, weil
1) der Thallus bei unserer Art nicht wiebei Graplds furcata : submembranaeeo-grauulosus, albo - suhglaucesccns , ni-ger ist;
2) sind die Apothekien nicht acute ter-jninatat
3) gleichfalls der Discus nicht schwarz,wie solches die Diagnose von GrapldsFurcata erheischt.
4) deutliche Verästelung der Apothekien,nicht blofse Anlegung, wie nach Fe'ebei Graphis furcata Statt findet, wirdbei Graph, subbißda wahrgenommen.
Sie scheint uns demnach eine eigene neue
wurde. Ueberdiefs machen auch Quersprün- Art zu seyn, welche wir mit dem Namenge der Rinde den sonst dünnen und glatten von Graplds subbißda belegt haben, um an-