KRYPTOGAMISCHE PARASITEN.
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Sprengel (syst, veget. IV, 1, p. 254) sammengelegte Haut, welche sich als die
theilt ihr eine Crusta flavesccns zu, allein äufsere umhüllende Schicht der Apothe-
unstreitig meint er damit blofs die glatte hie darstellt, ganz schwarz gefärbt ist,
Oberhaut, welche er für Thallus hält, und einen graulichweifsen Staub oder festere
wahrscheinlich der Autorität Fe'e's folgend. Substanz einschliefst. Diese tritt späterhin
Letzter sagt in seiner Diagnose: thallo auseinander, indem die Keimplatte staubartig
(crusta) cartilaglnco, glabro, subßavidulo, efllorescirt, wiewohl bei einigen noch eine
effuso , was gleichfalls nur von der Oberhaut Ideine schwarze Rinne verläuft, wefshalb
gelten kann, indem er den eigentlichen Thal- man sie bald dunkelschwarz, bald bei ande-
lus in der lateinischen Diagnose gänzlich ren weifsbestäubt findet. Der innere Raum
übergeht und nur in der Anmerhung sagt (discus) ist sehr erweitert.
P- 58: Les lirclhs sont ä vioitie enfoneces Noch zieht hieher Sprengel a. a. O.
dans un support charnu bland uitr e, assez Persoon's Opegrapha lüeroglyplüca und
epais: ce support est une sorte de reeeptacle auch wir haben sie auf seine Autorität als
universel etc. In Wirklichkeit ist dieser sup- synonym dem Namen unserer Art beige-
port nichts anders, als der eigentliche Thallus. setzt, sind aber defshalb zweifelhaft. Denn
Ferner kann die bräunliche Oberhaut, welche es wird bei dieser Opegrapha die Kruste als
ziemlich gut, obschon sie mehr rothbraun sehr ausgebreitet aschgrau angegeben, wobei
gefärbt seyn sollte, beiFe'e abgebildet wurde, die eingesenkten verschiedenästigen Apothe-
weder subjlavidula mit Fee, noch nnch flave- kien gleichfarbig seyn sollen, was nicht ganz
scens mit Sprengel genannt werden. Durch mit unseren Exemplaren übereinstimmt,
die Worte der Fee 'sehen Diagnose apothe- Abbildung. Fig. 3. « ein Stück Gua-
ciis —■ apice bifurcato könnte leicht der Un- nueo-Funde mit rothbrauner Oberrinde, wor-
kundige zur Annahme verleitet werden , als auf vier einzelne weifsliche etwas erhabne
sey die gabelförmige Endigung der Lirellen Flechen (Thallus) sich befinden, welche die
ein constanter Charahter, da er doch nur Apothekien von der Chinasternflechte enthal-
zufällig erscheint, wie aus der von uns ge- ten; b ein stark vergröfserter Thallus
gebenen Abbildung ersehen werden kann, mit den radienförmig ausstrahlenden Iängli-
Aucn gehen die Lirellen nicht stets von einem eben Apothehien, von denen einzelne zarte
gemeinschaftlichen Hauptpuncte aus, son- Aestchen in die äufsere Thallussubstanz ver-
dern laufen in verschiedener Richtung, laufen. Sie selber sind mit einem sehr ge-
Der Rand ist überdiefs mehr gewunden, oft schlängelten, fast krausen Rande umgeben,
krustig oder wellenförmig, indefs er auf der indefs der Discus von graulichem Keimpul-
Fee'schen Darstellung fast ganz gerade, ver häufig wie bepuderl erscheint, ceinmin-
wenigstens nur unbedeutend gebogen er- der vergröfsertes ähnliches Stück , was einen
scheint. Sehr deutlich kann man ferner mehr herzförmigen Thallus enthält, worauf
durch den vergröfserten Querdurchschnitt die Apothekien fast einander parallel verlau-
erkennen, wie die Bildung der Rillen vor fen; d ein stark vergröfserter Querdurch-
sich gegangen. Anfänglich bemerht man schnitt, M'-oselbst man die dunkler gefärbten
namheh eine dunklere fast canalartig - zu- mit schwarzem linnenartigen Rande umgebe-
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