EINSAMMLUNG UND
Schirmdächer von Leinewand und Säcke beisich. Mit den Hippen bahnen sie sich inden Urwäldern den Weg, die Aexte werdenzum Fällen der Bäume, die Schirmdächerzum vorläufigen Trockenlegen der gesam-melten Rinden , und die Säcke zum Fort-schaffen derselben benutzt.
Haben sie einen District mit mehren Chi-nabäumen gefunden, so errichten sie ihreSchirmdächer, und zwei Indianer nehmen stetseinen Baum in Arbeit. Sie machen, so weitsie hinaufreichen können, mit dem Messerder Länge herab Einschnitte und ziehen dieRinde ab. Hierauf befestigen sie in gehö-rigen Abständen mittelst Weiden einer Lei-ter ähnliche Knebel am Baume, aufweichender eine hinaufsteigt, die Rinde der Aesteund Zweige abschält und herabwirft, wäh-rend der Andere dieselbe aufsammelt. Sogehen sie von Baum zu Baum, bis ihre Sachegefüllt sind, was bei einer hinreichendenAnzahl von Bäumen gewöhnlich in einemTage geschieht. Bei sehr hoch stehendenBäumen wird die Rinde erst abgezogen, nach-dem man dieselben den Tag zuvor fällte.Die Oberhaut^ soll dann weniger abspringenbeim Trocknen, auch soll sie weniger Rissebekommen. Die abgeschälten Rinden werdennun sorgfältig einige Tage an der Sonne undLuft auf Tüchern getrocknet, und hierauf inSäcke verpackt und versendet. Das Trocknenerfordert die gröfste Sorgfalt. Geschiehtdieses z. B. des einfallenden Regens wegenunter Dächern, so bekommen die Rinden einminder lebhaftes Ansehen, und werden sienicht gehörig gegen Nässe geschützt, so rol-len sie sich nicht ordentlich zusammen, wer-
EINTHEILUNG etc.
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den dunkler, schimmlicht und erhalten ofteinen Übeln Geruch und Geschmack.
6) Eintheilung der Chinarinden.
Hier hätte ich nun noch Einiges über dieClassification der Chinarinden anzugeben,um dadurch die mehr oder minder wirksa-men Arten sogleich zu erkennen.
Französische Naturforscher, unter andernGuibourt (b), bringen die Chinarinden invier Abtheilungen: in die erste Abtheilungdie Grauen, und als Untersorte die Brau-nen; in die zweite die Gelben; in diedritte die Rothen, und in die vierte dieFalschen. Diese Eintheilung könntezweckmäfsig genannt werden, -wenn da-durch zugleich der Werth der Rinden, oderihr Gehalt an Alkaloiden mit angedeutetwürde, was man allerdings früher glaubte,indem man meinte, die Grauen enthieltenvorzüglich Cinchonin, und die GelbenChinin, die Rothen enthielten beide A1-kaloide und die Falschen keine.
Aus spätem Untersuchungen ergiebt sichaber, dafs diese Annahme nicht ganz rich-tig ist. v. Bergen nimmt defshalb mitRecht den Gehalt an Alkaloiden zum Ein-theilungsprincip, und ordnet sie danachauf folgende Weise:
1) China Iluanuco. 2) China rubra.3) China regia. 4) China Iluanialies. 5) CJii-naflava. 6) China de Loxa (falsa). 7) Chi-na Jaen.
, Aus Pfaffs und v. Santens Untersu-chungen ergiebt sich, dafs die dicken undschweren Stücke von allen Arten der China-rinden reicher an Alkaloiden sind, als die
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(6) S. Gnibourts Waarcnkunde.1. Band. 3. Heft.
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