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1 (1829) Enthaltend die Rinden und ihre Parasiten aus der Ordnung der Flechten : in sechs Heften
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74 CHINA NOVA etc.

sendete sie wenigstens unter diesem Na- Die Unterfläche ist glatt und hell-

men 1790 an Blumenbach in Göttin- rothbräunlich.

gen, Thuessink gebrauchte sie gegen Der Querbruch ist grobsplittrig, be-

Wechselfieber, fand sie aber itnwirksamer, als sonders ist diefs beim Splinte dieserdie gewöhnliche China, und so ist sie jetzt, Rinden der Fall. Die Farbe der Borkeobschon später auch Friese im Archiv der auf dem frischen Bruche ist heller, alsHeilkunde für Schlesien, darauf aufmerk- die des Splintes, röthlichgelblich; die dessam machte, aufser Gebrauch gekommen. Splintes, wie die der Innenfläche, nur fri-scher.

Der Längenbruch ist uneben, rauh,an einzelnen Stellen kurzsplittrig und hellervon Farbe, als die Innenfläche. Ihre Tex-tur ist ziemlich fest, holzig, sie läfst sichschwer der Quere, aber leichter der Längenach brechen. Die Binden bestehen gröfs-tentheils aus Splint, und die Borke beträgtgewöhnlich nur £ bis J, bisweilen nur £ derDicke. Diese China erscheint in 4—15 Zoll

II.

Die China nova kommt in Röhren undin flachen Stücken, gröfstentheils jedoch inröhrenförmigen, schwach einwärts geboge-nen Rinden vor.

In der Regel ist sie von der Epidermis,die man hin und wieder an jungen Röhrennoch findet, entblöfst. Ist dieselbe noch vor-Äanden, so erscheint sie als ein zartes wei-

fses oder gelbliches, glattes, glänzendes langen (b i swe ilen auch in 1-1 fFufs langen)

Häutchen, dessen Farbe auch wohl biswei

einem bis 1 § Zoll breiten und in \ bis 7

len ins Graue übergeht und zarte Runzeln Linien dicken, ziemlich schweren Stücken

zeigt. Meistens fehlt das Oberhäutchen unddie Oberfläche der Rinden sieht schmutzigrothbraun, an einzelnen Stellen dunkel-schwarzbraun. Die rothbraunen Flächensind matt, etwas rauh, die dunklern Stel-len jedoch nicht selten glatt und glänzend.An den meisten Rinden bemerkt man aufder Oberfläche Querrisse mit flachen Rändern,die jedoch nicht im lebenden Zustande derRinde vorhanden gewesen zu seyn schei-nen , Sondern deren eigentümliche Gestaltdarauf hindeutet, dafs sie erst beim Trock-nen der Funde entstanden (/).

Besondern Geruch habe ich an dieserPünde nicht wahrnehmen können, ihr Ge-schmack aber ist heftig zusammenziehend,stark Speichel erregend und unangenehmbitter. Gekaut färbt sie den Speichel röth-lich und nimmt selbst eine dunkelfleischro-the Farbe an (g).

Auf einigen noch mit Oberhaut versehe-nen Rinden meiner Sammlung befindet sichOpegraplia inequalis und O. glohosa Fee.

III.

Die China nova erhalten wir aus Suri-

Aug. 1790.) lustrare mihi concessum. Ex colonia fid<ra-rum Surinamensi transfertur hie cortex; und nun folgteine genaue Beschreibung der Kinde.

CO Diese Querrisse unterscheiden sich wesentlich ron de-nen auf andern Chinarinden, sie bilden gerade solcheSpalten wie scharfes trocken gerissene» Holz.

(<r) Eine Verfälschung anderer Chinarinden mit derChina nova, wie sie von Mehren angegeben wird, istnicht gut möglich, sie unterscheidet sich durch ihrAeufsercs zu auffallend von allen Chinarinden, nur dienoch ganz mit der Oberhaut versehenen jungen geroll-ten Höhren haben einige Achnlichkcit mit der Jacn-china.