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CHINA
Fee u. m. A. geben die Cinchona lancifoliaals Stammbaum der Königschina an, einenBaum, welcher im südlichen Peru, in derIntendanz de la Faz, jedoch nur sparsamvorkommt. Hayne leitet die Königschinavon Cinchona cordifolia , Mutis ab, einemBaume, welcher in den Waldungen um Lo-xa, im Königreiche Quito und Neugranada5400 bis 8700 Fufs hoch über der Meeres-fläche wächst, v. Bergen (d) glaubt, dafsdie Species, welche die Königschina liefört,noch nicht bekannt sey. Er führt an, dafsin der Ruiz'schen RindensammlungsichRinden von Cinchona lancifolia, Mutis,C. lanceolata flor. Peruv. und C. nitida, flor.Peruv. befänden, welche alle drei verschie-den von unserer Regia ■wären, und folglichbewiesen, dafs letztere von keinem der ge-nannten Bäume abstammen könne. So lan-ge wir freilich nicht neben vollständigen Cin-chonenreisern (mit Blüthen , Blättern undFrüchten versehen), auch Rinden, nicht nurvon allen Theilen der Bäume,sondern bei einerund derselben Art, auch von jungen und altenund auf verschiedenen Standörtern erwachse-nen Bäumen vor uns haben, werden ■wir auchnicht im Stande seyn, die Abstammungen derverschiedenen in Handel kommenden Chi-narinden mit Bestimmtheit anzugeben. Sowünschenswerth eine genaue Kenntnifs derAbstammung der verschiedenen Chinarindenin wissenschaftlicher Hinsicht auch ist, soist es doch ein Glück, dafs in pharmacoguo-
REGJA etc.
stischer Beziehung gerade nicht so viel da-von abhängt. Hier kommen wir aus, wennwir nur die einzelnen Chinasorten des Han-dels durch zuverlässige Merkmale von ein-ander unterscheiden, um nicht eine minderwirksame mit einer bessern zu verwech-seln.
II.Die Königschina kommt in gerollten undin platten Stücken , in noch mit Borke be-deckten und in unbedeckten (geschälten) odernur noch theilweis damit bedeckten Stückenvor. Früher schätzte man vorzüglich dieRöhren, jetzt jedoch die dicken, mehr splint-haltigen Slüche, weil sich aus der chemi-schen Untersuchung der Rinden ergab, dafssich darin weit mehr Alkaloid befindet.
a) Königschina in R.Öhren.
Die R.öhren sind einfach gerollt und auchzusammengerollt -£ — -J Zoll dick, 4 — 24Zoll lang, und halten \ — \ Zoll im Durch-messer. Oft stecken mehre Röhren ineinan-der, (wie diefs bei F. 5. auf Taf. VII. sicht-bar ist), und dann beträgt ihre Stärke weni-ger, als bei einfachen Fiöhren. (Diese inein-ander gesteckten Fiöhren, von welchen imSommer 1827 viel nach Hamburg eingeführtwurden, scheinen von sehr mastig gewachse-nen jungen Schöfslingen genommen zu seyn;denn wenn man sie in heifsem Wasser ein-weicht und dann auseinander legt und mifst,so beträgt ihre Breite oft gegen 3 Zoll und
etc. 1807. p. 107.; ejustl. nov. gen. et Spec. III.p. 400. — C. nngustifolii, lluiz Quinolog. suppl.p. 21. — C. nitida, II. et Pav. Fl. Peruv. IT. t. IM.lluiz Quinol. II. ;). 5(i. (auet. Zca). — C. lanceo-lata Hui3 Quinol. II. p. 64. C. condaminca var. 3.
lanceolata, Lamb. llluslr. of the gen. Cinch. p. 2. __
C. officinalis, lluiz Quinolog. p. 5(i. — C. eneumac-folia, Pav. m/s. in Illustrat. of the gen. Cinch. Lamb.
Abbildungen bclmdcn sich aufscr dem noch 1) vonCinchona cordifolia in Hayne , s getreuer Darstellung11. s. w. B. VII. T. 40. und in den Düsseldorferrflanzcnabbildungen ; 2) von Cinchon. lancifol. in Hayne7 B. T. 38.
(d) Monographie der Chinarinden S. 285.