Traubensäure. — Trevelyan- Instrument.
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nen derWeinsäure entsprechend; dasselbe gilt von dem Brechwein-stein der Traubensäure, KO,C i ff li O s + Sb 2 0 3 ,C li H i O s , derin vierseitigen Prismen krystallisirt, welche sich nach Provostayein Pyramiden mit rhombischer Basis endigen. Werther stellte fer-ner (Journ. f. pr. Chem. XXXII. 385) Verbindungen der Trauben-säure mit Ammoniak und arseniger Säure, Kali und Natron mit ar-seniger Säure von der Zusammensetzung:
R 0, C, ff, O s + As 0„ C?X O. + SAqdar. Guerin-Vary endlich entdeckte (Berzelius' Jahresbericht IX.361) eine gepaarte Säure, die Aelhyloxydtraubensäure, ff z O+ (C i ff 10 Ö,C i ff i O 5 )C !l ff,O.+Aq; er stellte sie dar, indem er1 Th. Traubensäure in 4 Th. Alkohol leiste und die Lösung destillirte;die bis zur Syrupsconsistenz abgedampfte Flüssigkeit wurde mit koh-lensaurem Baryt gesättigt und die Säure aus dem Barytsalz auf die-selbe Weise abgeschieden, wie die ähnliche Aetherweinsäure. — DieTraubensäure unterscheidet sich von der Weinsäure, dass erstere5| Th. Wasser zu ihrer Auflösung, die letztere aber nur ^ Th. Was-ser bedarf; die Krystalle der Traubensäure verwittern an der Luft;die Krystallform beider ist verschieden; in einer Auflösung von trau-bensaurem Kalk in verdünnter Chlorwasserstoffsäure entsteht durchAmmoniak sogleich ein weisser, krystailinischer Niederschlag, wäh-rend weinsaurer Kalk erst nach einiger Zeit gefällt wird. Trauben-säure fällt Gypslösung, Weinsäure nicht. Ueber die Veränderungender Traubensäure in der Wärme erhielten Laurent und GerhardtBesultate, die von denen Fremy's durchaus abweichen; vergleichedie analogen Zersetzungsproducte der Weinsäure (s. d. Art.) undJourn. f. pr. Chem. XLVI. 370. R. Wgr.
Traubenzucker, s. Zucker.
Tremellin, ein eigentümlicher bitterer Stoff aus Tremellamesentherica, dargestellt von Brandes. R. Wgr.
Trevelyan-Tnstrument (Thermophon), ein nach seinemErfinder benannter Apparat, welcher aus einem prismatischen Stückvon Eisen, Kupfer oder Messing besteht, an welches in Bichtung derverlängerten Axe ein runder, dünner Stiel befestigt ist. Der Quer-schnitt dieses prismatischen Körpers hat im Allgemeinen die Formeines gleichschenkligen Dreiecks, die Spitze nach unten gekehrt. Dienach unten gerichtete Längenkante des Prisma's ist durch eine schmaleFläche abgestumpft und in letztere eine Längenfurche gegraben, sodass das Prisma eine Unterlage nur mit den Rändern dieser Furcheberührt. Zur Unterlage dient ein Halbcylinder von Blei oder Zinkmit einer convexen Fläche nach oben. Quer über dieselbe wird dasPrisma, der Wieg er genannt, gelegt, während der Stiel sich gegenden Tisch stützt. Bringt man den Wieger um Weniges aus der Lagedes Gleichgewichts und überlässt ihn dann sich selbst, so erfolgt einHin- und Herwackeln desselben, wobei bald die eine, bald die an-dere Kante der Furche die Unterlage berührt. Die einzelnen Stössekann man deutlich mit dem Ohre unterscheiden, sie dauern jedochnicht an, weil das Metallstück bald zur Ruhe kommt. Ist der Wie-
: iß!