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Traubensäure.
+ 2H t O + 2Aq wirdauf dieselbe Weise, wie dasgewonnen. Die Krystallform
XVI. 321) erleidet die Traubensäure unter der Einwirkung derWärme dieselben Modificationen wie die Weinsäure, es bilden sichalso folgende Verbindungen:
Wasserfreie Traubensäure C g ff s O iaParatartrelsaure C 8 ff g 0 1(l + ff 2 0
Paratartralsäure 2 C 8 H s O t 0 + 3 ff 2 0
Traubensäurehydrat C 8 H s O 10 + 2/JT, 0.
Das Traubensäurehydrat C i H^0 1aus dem sauren traubensauren KaliWeinsäurehydrat, aus dem Weinstein
dieser Säure ist nach Wackenroder"(Berzel. Jahresber. XXX11I207) eine schiefe rhombo'idische Säule. Spaltbarkeit ist nicht wahr-zunehmen, der Bruch ist glasglänzend. Nach Provostaye (Annal.de Chim. et de Phys. XXXV. 3) gehören die Kryslalle dem trikli-noedrischen Systeme an. Die Kryslalle verlieren bei gelindem Er-wärmen ihr Krystallwasser, sie lösen sich in 5,75 Tb. kaltem Wasser,auch in geringer Menge in Alkohol. Nach Mitscherlich hat dieTraubensäure kein Polarisationsvermögen; sie ist von saurem Ge-schmacke und steht hinsichtlich ihrer Verwandtschaft der Weinsäurenicht nach. Nach Reiset und Mi Hon (Journ. f. pr. Chem. XXIX.369) zersetzt sich die Traubensäure bei 190 — 260° unter Entwick-lung von fast reiner Kohlensäure. Böttger (Annal. d. Chem. u.Pharmac. XXXIX. 207) giebt an, dass ein Gemenge von zweifach-chromsaurem Kali mit Traubensäure, mit Wasser befeuchtet, sich nachwenigen Secunden stark erhitzt und eine grosse Menge von Wasser-dämpfen und Kohlensäure entwickelt. Der Rückstand besteht ausChromoxyd und enthält Spuren von Ameisensäure. Persoz fand,dass sich Blei, und Manganhyperoxyd gegen Traubensäure, ebenso,wie gegen Weinsäure verhalte, denn: 2C i ff i 0 5 -\-2MnO i + 2SO,= 4C 2 X 0 3 + 2MnO,SO z ,2EO. Die Traubensäure bildet mit Basendie traubensauren Salze oderUvate, sie bildet ebensowohl, wiedie Weinsäure, neutrale und saure Salze, oder, nach Liebig's Sprach-weise, neutrale Salze, die entweder auf 2 At. Säure 2 At. Base oder1 At. Wasser und 1 At. Base enthalten. Fresenius betrachtet dieTraubensäure als eine einbasische, weil dieselbe mit manchen Basen,wie mit Kalk, Baryt, Strontian u. s. w. keine sauren Salze bildet.
Das Ammoniaksalz, 2NH 4 O + Cgff,, O 10 , krystalüsirt in re-gelmässigen, durchsichtigen vierseitigen Säulen. Sie lösen sich leichtin Wasser, kaum in Alkohol. Das Doppelsalz, WH 4 0,ZT 2 0-\-C s H s O 10 ,durch Zusatz von Traubensäure zu einer Lösung von traubensauremAmmoniak erhalten, ist ein krystallinisches Pulver, das sich bei 20°in 100 Th. Wasser löst.
Das Kalisalz, 2KO,C s H g O 10 ,2E 2 O; aus der wässrigen Lösungbilden sich beim Abdampfen grosse, harte, durchsichtige, wenig aus-gebildete Krystalle; es löst sich in 0,97 Th. Wasser, ist aber fast un-löslich in Alkohol. Das saure Salz, KO,H i O,2C g H g 0 ll) , wird alsKrystallpulver oder bei langsamem Erkalten einer siedenden Lösungin grossen, vierseitigen Platten erbalten. Es ähnelt in jeder Bezie-hung dem Cremor tartari, löst sich in 14,3 Theilen Wasser von 100 °und 180 Th. von 19".
Die Natron «Ammoniak- und Natron-Kaliverbindungen sind de-