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3 (1850) L - Z
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aleramid. Diese Verbindung wurde von Chaulard undDessaignes (Journ. f. pr. Chern. XLV. 48) entdeckt. Man stelltsie dar, indem man valeriansaures Aethyloxyd mit 7 8 Volumenstarker Ammoniakflüssigkeit in ein Gefäss einschliesst. Die Reactiongeht äusserst langsam vor sich; zur Vollendung derselben bedarf eseiner Zeit von mehreren Monaten. Wenn der Aether verschwundenist, erhält man durch Verdunsten der Flüssigkeit bei höchst gelinderWärme grosse, dünne, glänzende Krystallblättchen, welche aus Va-leramid bestehen. Dieser Körper löst sich leicht in Wasser, er schmilztüber 100 ° und beginnt fast bei derselben Temperatur in Form sehrleichter, ivisirender Schuppen zu sublimiren, von denen ein Theilsich an den Wänden der Röhre condensirt, ein anderer Theil aberdurch den Luftstrom fortgerissen wird. Seine Lösung ist gegenPflanzenpapiere indifferent. Platinchlorid bewirkt in ihr keinen Nie-derschlag, und Kali entwickelt daraus kein Ammoniak. Nur durchSieden mit Aetzkali entsteht ein schwacher Ammoniakgeruch. DieFormel dieses Körpers ist C H H R0 2) denn:

Valeriansäure Valeramid.

R. Wgr.Valerianöl, Baldrianöl, Campheröl, Borneen (Gerhardt),C 10 H 8 , ist das ätherische Oel der Valeriana officinalis. Es be-steht wesentlich aus zwei Substanzen, dem Valerol (s. d. Art.) unddem Borneen. Es findet sich ferner in dem auf Sumatra und Bor-neo wachsenden Campherbaum (Dryobalanops Camphora), und nachBrandes auch in den Lorbeeren (Laurus nobilis). Um das reineValerianöl oder Borneen darzustellen, wird das rohe Oel deslillirtund die zuerst übergehende Portion der Einwirkung von schmelzen-dem Kali unterworfen, es entwickelt sich Wasserstoff, während derSauerstoff zu dem Valerol tritt und Baldriansäure bildet, welche vomKali zurückgehalten wird, und Valerianöl geht über. Es hat einspec. Gew. von 0,919, ist wasserklar und von campherartigem Ge-rüche. Nach Gerhardt soll der Camphergeruch noch von beige-