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3 (1850) L - Z
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»t acliliolderöl, C 10 H 16 , ist das ätherische Oel derWachholderbeeren (Oleum baccarum juniperi), das durch Destillationmit Wasser erhalten wird. Es besieht nach Blanchet (Annal. d.Chem. u. Pharm. VII. 165) aus zwei verschiedenen Oelen, welchesich durch einen verschiedenen Siedepunkt unterscheiden. Dasflüchtigere Oel ist farblos, dünnflüssig und von reinem Wachhol-dergeruch; wenn es mit Salzwasser gewaschen wird, so scheidet sichein krystallinischer Körper aus. Das obenauf schwimmende Oel wirdüber Kalk rectificirt und durch Chlorcalcium entwässert; im reinenZustande zeigt es nur einen schwachen Geruch ; sein spec. Gew.= 0,839 (Blanchet); 0,8550,881 (Capitaine et Soubeiran);es siedet bei 155163°. Mit gleichen Theilen absolutem Alkohol mischtes sich zu einer klaren Flüssigkeit, welche auf Zusatz von einergrösseren Menge Alkohol getrübt wird. In Alkohol von 0,85 ist esnur in sehr geringer Menge löslich. Mit wasserfreiem Aether mischtes sich in allen Verhältnissen. An der Luft oxydirt es sich sehrschnell und verwandelt sich in eine terpentinähnliche Masse. MitJod explodirt es sehr lebhaft. Kalium wird durch dieses Oel nichtverändert. Das Ablenkungsvermögen = 3,521° links. Das minderflüchtige Wachholderöl hat einen starken Geruch nach den Beeren;es oxydirt sich sehr leicht an der Luft; es siedet bei 0,8748; derSiedepunkt = 205°. Es löst sich in 6 Th. absolutem Alkohol und mischtsich mit Aether in jedem Verhältniss. Es explodirt ebenfalls mitJod. Der oben erwähnte, beim Waschen mit Kalkwasser sichausscheidende krystaliinische Körper ist Wachholderca mpher

oder ein Hydrat des Oeles, bestehend aus C 10 U a + 2H; denselbenKörper erhielt Stenhouse (Annal. d. Chem. u. Pharm. L. 155) durchBehandeln des flüchtigen Wachholderöles mit Salpetersäure und Wein-geist. Mit Chlorwasserstoffsäure giebt das Wachholderöl nur eineflüssige Verbindung, deren spec. Gewicht = 1,020 und deren Ab-lenkungsvermögen = 2,806° links ist; diese Verbindung ist nach derFormef3 (G' 10 H 8 ) + 2ZH zusammengesetzt. Nicht zu verwech-seln mit dem Oele der Beeren ist das durch trockne Destillation ausdem Holze erhaltene Oel, das sogenannte Kaddigöl; siehe Liebigsorgan. Chemie 439. B. Wgr.

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