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Tueyelyan-Instrument. —• Triphylin.
ger aber erhitzt, so folgen die Stö'sse einander viel schneller undverschmelzen zu einem Tone. Die Stösse rühren davon her, dassdie eine Kante der Furche, welche die Unterlage in einem Punkteberührt, an dieser Stelle eine Ausdehnung, eine Erhöhung hervorruftund ein Fallen des heissen Wiegers auf die andere Seite bewirkt;dadurch kommt die andere Kante mit der Unterlage in Berührung,es entsteht auf dieser Seite eine Erhöhung und der Wieger lallt indie vorige Lage zurück u. s. w. Die den Ton erzeugenden Schwin-gungen lassen sich am besten durch einen langen Grashalm sichtbarmachen, welcher, quer über den Wieger gelegt, in Schwingungengeräth und eine drehende Bewegung zeigt, ohne dass jedoch seineLange jemals ganz mit der Bichtung der Axe des Instruments zu-sammenfiele. Hebt man das zur Unterlage dienende Metall vom Tischeauf und hält es frei in der Hand, so bort das eigenthümliche Tönenauf, woraus zu ersehen, dass der wahrnehmbare Ton durch die Re-sonanz bedingt wird. Mit dem Hauptton tritt zuweilen ein höhererNebenton auf, und nicht selten hört man zu Anfang des VersuchsKlirrtöne. R. IL
Trigensäure. Diese von Liebig und Wöhler entdeckte.Säure entsteht durch Einwirkung der Cyansäure auf Aldehyd, indemdabei lebhafte Kohlensäureentwicklung stattfindet. Ihre Formel inkrystallisirlem Zustande = C^II lz N & O z +H z O; sie kann betrachtetwerden als eine Verbindung von:
2 Aeq. Cyansäure C 4 iV 4 0 21 ,, Aldehyd CJI, _ (fi „ Ammoniak ff c N z
Die Trigensä'ure kryslallisirt in kleinen, meist sternförmig gruppirlenPrismen, reagirt und schmeckt schwach sauer, löst sich schwer imWasser, kaum im Alkohol. Beim Erhitzen schmilzt sie, zersetzt sichund entwickelt Chinolin. R. Wgr.
Tripel kommt in derben, mager anzufühlenden, im Bruch erdi-gen, gelblichgrauen, im Strich weissen Partieen in Böhmen, Baiernu. a. Ländern vor, und besteht nach v. Ebrenberg's Untersuchun-gen aus Kieselpanzern mikroskopisch kleiner Infusorien. Der chemi-schen Zusammensetzung nach ist er eine mit Thonerde, Eisenoxydund Wasser verunreinigte Kieselsäure. Z.
Tviphylin ist ein bis jetzt nur in derben Massen, welchenach den Flächen eines rhombischen Prisma's von 132° und nachder Basis vollkommene, nach der kürzern Diagonale derselben un-vollkommene Spaltbarkeit erkennen lassen, grünlichgrau oder blau-grau gefärbt, fettglänzend und nur kantendurchscheinend sind, zuBodenmais in Baiern vorgekommenes Mineral. Die Härte ist = 4,5,das spec. Gew. = 3,5 — 3,6. Die chemische Zusammensetzung wird
nach Fuchs ausgedrückt durch die Formel 6Fe 3 P -f- Li 3 P; nach ei-ner Analyse von Baer (Arch. d. Pharm. 2. Reihenf. LYIL 275) er-