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ackfong oder Tutenago identisch mit Neusilber.
Pagodit, s. Agalmatholit.
Palingenesie ist eine Ansicht der Alchemie; man verstandunter ihr die Wiedererweckung der Pflanzen aus ihrer Asche. Quer-cetanus war 1600 der Erste, der die Ansicht aussprach, dass eseinem geschickten Chemiker wohl gelingen könne, aus der Ascheeiner Pflanze, die Pflanze selbst wiederzuerzeugen. Franckenausuchte noch 1716 zu beweisen, dass unter Palingenesie nicht dieHervorbringung einer wirklichen, sondern einer ähnlichen Pflanzezu verstehen sei. (Kopp's Gesch. d. Chemie II. 243.) R. Wgr.
Palladium, Pd = 665,899. Poggend. Ann. VIII. 180; X. 340;XIIF. 455. Das Palladium wurde 1803 von Wollaston entdeckt; esfindet sich in geringer Menge im Platinerze und wird daraus darge-stellt, indem zu der Lösung der im Königswasser löslichen Platin-melalle Cyanquecksilber gesetzt wird, wodurch Cyanpalladium fällt.Poggend. Ann. XVI. 166. u. XXX. 20. Letzteres wird durch Glühenzersetzt. Bisweilen findet man unter dem Platmerze Körner von rei-nem Palladium.
Eigenschaften. Das Palladium ist ein fast silberweisses Me-tall, sehr dehnbar, eben so schwer schmelzbar als Platin und kanneben so wie dieses geschweisst werden. Poggend. Ann. XXU1. 248.Sein spec. Gew. = 11,3—11,8. Das durch Ausglühen des Cyanpal-ladiums erhaltene schwammige Palladium wird auf dieselbe Weisewie das Platin compact gemacht; im schwammigen Zustande absor-birt es ebenfalls Gase und wird unter gleichen Bedingungen eben-falls glühend, minder schnell jedoch, als der Platinschwamm. Beigewöhnlicher Temperatur verändert sich das Palladium an der Luftnicht, bei höherer Temperatur läuft es an und wird blau, — Pogg.Ann. XIII. 461 ■— durch stärkere Hitze wird das gebildete Oxyd wie-der zerstört und die Oberfläche nimmt den vorigen Metallglanz an;in dieser Beziehung verhält es sich also dem Quecksilber analog.Vor dem Knallgasgebläse verbrennt es; von Königswasser wird esleicht aufgelöst, ebenso von Salpetersäure, welche sich dabei in sal-petrige Säure zerlegt, die aber erst beim Erhitzen aus der Flüssig-keit ausgetrieben wird.
Sauerstoffverbindungen des Palladiums. Man kenntderen drei, das Suboxyd, Oxydul und Oxyd.