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3 (1850) L - Z
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TOURLOUROUÖL. — TrANSVERSAMUGNET.

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Tourlourouöl, ein Thran von Pagurus Latro und ruri-cola, ist braungelb und von ranziger Beschaffenheit; dieses Oel wirdvon den Negern am Senegal gegen Rheumatismus angewendet. (Ma-gazin d. Pharm. 1828, Juni, 307.) 11. Wgr.

Tournesol ist Lakmus.

Trachyt ist ein Gestein von feinkörniger, dichter bis erdiger,aus Albit und Sanidin bestehender Grundmasse, in der grosse Sani-dinkrystalle eingewachsen sind. Der Trachyt ist entschieden erupti-ver Bildung und seine Bildungszeit fällt wahrscheinlich vor die desBasaltes. Man findet Trachythildungen im Siebengebirge am Rhein,in Ungarn, auf den griechischen Inseln, in den Anden Mexiko's unda. a. 0. Der Trachytporphyr hat dieselbe Grundmasse, in der Sani-din-, Quarz- und Glimmerkrystalle porphvrartig eingewachsen sind.

Z.

Trägheit. Die Trägheit oder das Beharrungsvermögen isteines der drei Grundgesetze der Bewegung; es heisst: ohne äussereUrsache bleibt ein ruhender Körper fortwährend in Ruhe und einsich bewegender ändert weder die Richtung noch die Geschwindig-keit seiner Bewegung. Wo wir eine Aenderung des Bewegungszu-standes antreffen — und alle sinnlich wahrnehmbaren Veränderungenin der Natur lassen sich am Ende darauf zurückführen —, schreibenwir sie einer äussern Ursache, einer Kraft zu, und die Kraft stellen wirdaher der todten, trägen Materie gegenüber. Die Erscheinungen aufunserer Erde wie der Himmelsräume nöthigen uns, die Trägheit der

Materie unbedingt anzunehmen.

Trägheitsmoment, s. Moment, S. 177.

R. H.

Tragantli (Gummi Traganth) von Astragalus verus, isteine Gummiart, die in gelblichen, wurmförmigen, zähen, fast nichtpulverisirbaren Stücken vorkommt, aus Bassorin und Acacin bestehtund ein spec. Gew. von 1,384 besitzt. Bis auf 50 ° G. erhitzt lässtes sich leicht pulvern. Im Wasser schwillt es zu einem überausgrossen Volumen an, indem sich nur ein Theil wirklich löst und da-durch einen dicken Schleim bildet, in welchem unter dem Mikroskopzweierlei Kügelchen bemerkbar sind, yon denen die eine Art denKartoffelstärkekörnchen gleicht. Guerin fand (Annal. de Chim. etde Phys. XLIX. 248) die Zusammensetzung des in Wasser nicht lös-lichen Theiles des Traganths = C 12 H 10 O 10 . Siehe ferner: Mulder,Journ. f. prakt, Chem. XV. 297; G. Schmidt, Annal. d. Chem. u.Pharmac. LI. 29. R. Wgr.

Transversalmagnet, ein magnetischer Eisenslab oder Ei-sendraht mit mehren Polen, von denen jeder als eine mit der Axeparallele Linie erscheint. Man erhält einen solchen Magneten, wennman mehre Magnetstäbe durch einen Ring in Richtung der Halbmes-ser steckt, so dass die ungleichnamigen Pole einander gegenüber zustehen kommen und einen kleinen Raum zwischen sich frei lassen,und wenn man durch diese Oeffnung den zu magnetisirenden Eisen-