TORRICELLl'SCHE RÖHRE. — TOTALE REFLEXION.
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Torricelli'sche Röhre, eine Benennung für das Barometer.
Torricelli's Versuch. Torricelli, ein Schüler des Ga-lilei, kam zuerst, gestutzt auf den Satz, dass, wenn zwei verschie-dene Flüssigkeitssäulen sich das Gleichgewicht halten sollen, die Hö-hen derselben sich umgekehrt wie ihre Dichtigkeit verhalten müssen,auf den Gedanken, dass dieselbe Ursache, welche das Wasser ineiner Röhre nur 32 Fuss hochtreibe und erhalte, auch das 14 Malschwerere Quecksilber, und zwar nur ff Fuss oder 27i Zoll treibenund halten werde. Er füllte eine Glasröhre, die einige Fuss langund an dem einen Ende verschlossen war, mit Quecksilber, kehrtesie dann mit Vorhaltung des Fingers um, tauchte sie in ein Gefässmit Quecksilber und zog den Finger von der Oefl'nung weg. Waser erwartet, traf ein: das Quecksilber fiel im obern Theil der Röhreund blieb in einer 27A Zoll hohen Säule stehen. Dieser Versuch desTorricelli brachte die 'Vermuthung Galilei's zur Gewissheit, dassdie Erhaltung der Wassersaule von 32 Fuss und der Quecksilbersäulevon 27^ Zoll von nichts Anderem, als von dem Drucke der auf die-sen Flüssigkeitssäulen ruhenden und sich bis an die Grenzen derAtmosphäre erstreckenden Luftsäule herrühre. R. H.
Tormentillroth, einausderWurzelvonTormentilla erectadurch Ausziehen mit Alkohol dargestellter rother Farbstoff; er solldem Roth des Drachenblutes ähneln. (Berlin. Jahrb. XXIX. II. 61.)
R. Wgr.
Torsion. Dieser Name bezeichnet die Kraft, welche das Auf-heben des Zusammenhanges der Körper durch DrehuDg zu verhin-dern strebt. S. Festigkeit. R..H.
Torsionswage, s. Drehwage (electrische und magnetische).
Totale Reflexion. In dem Artikel Brechung ist gezeigtworden, dass das Verhältniss des Sinus des Einfallswinkels i zumSinus des Brechungswinkels r constant ist. Bezeichnet man dasselbe
mit n, so lässt sich aus der Gleichung
■n für jedes gegebene
n und i der Brechungswinkel r finden. Wird für eine gewisse Grössedes Einfallswinkels der Sinus des Brechungswinkels grösser als dieEinheit, so ist der Brechungswinkel imaginär; in diesem Falle gehtdas Licht nicht mehr in das zweite Mittel über, sondern kehrt ander Grenzfläche beider Mittel nach dem Reflexionsgesetz in das ersteMittel zurück: es erleidet die Totalreflexion. Dieser Fall kannnur eintreten, wenn n <^ 1, folglich sinr^>sini, und mithin r ]> i,d.h. die Totalreflexion findet nur statt beim Uebergange des Ubhtesvon einem stärker brechenden Mi! I e I in ein schwächer brechendes.Für sini^>M ist sinr]> 1; für sin i = n ist sinr = 1, folglieh r = 90°.Letzter Fall giebt für i den Grenzwevlh zwisehen den Werthen voni, bei welchen Brechung oder Totalreflexion erfolgt; der uebrocheneLichtstrahl streift in diesem Falle läncs der Trennuimstläche beiderMittel hin. R. IL
Cheni.-l>lys, WurUib. III, 51