Druckschrift 
3 (1850) L - Z
Entstehung
Seite
771
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

772

Tuau.

TheilbarKeit.

et de Phys. XXI. 145; XXII. 129, 467; Compt. rend. XXIV. 530, 641;XXV. 499. Pogg. Ann. LXXI. 416; LXX1II. 467.) R. H.

Thaupunkt wird in der Hygrometric diejenige Temperaturgenannt, bei welcher der in der Luft enthaltene Wasserdampf an-fängt, sich zu tropfbarem Wasser zu verdichten. Ueber die Bestim-mung des Thaupunktes und die Benutzung desselben zur Erforschungdes in der freien Luft enthaltenen Wasserdampfes s. Hygrometrie.

R II.

Thebai'n, Paramorphin, C 25 B lt SO ä = NE 3 ,C z ,U tl 0 3 . Die-ser Stoff wurde im Opium von Tniboumery entdeckt und vonPelletier gründlich untersucht. Um das Thebai'n darzustellen, wirdder wässrige Opiumauszug mit Kalkmilch gemischt, der Niederschlagmit Wasser gewaschen, dann in verdünnter Säure gelöst und aus derLösung durch Ammoniak gefällt. Aus der weingeistigen und ätheri-schen Lösung krystallisirt das Theba'in in körnigen oder nadeiförmi-gen Krystallen, die scharf und styplisch schmecken und stark alka-lisch reagiren. Es schmilzt bei 150° und erstarrt bei 110°. Es löstsich wenig in Wasser, leichter in Alkohol und Aether und lässl sichnicht ohne Zersetzung verflüchtigen. Concentrirte Schwefelsäure,welche etwas Salpetersäure enthält, färbt das Thebai'n blutrolh.Diese Base giebt mit Säuren krystallisirbare Salze, welche durchEisenoxydsalze nicht, wie die Salze des Morphiums, blau gefärbtwerden. (Journ. de Pharm. XXI. 555.) R. Wgr.

Theer wird ein brenzliches Oel genannt, das gewöhnlich einebedeutende Menge beigemengtes Harz enthält und welches durcheine Art abwärtsgehender Destillation der harzreicheren Theile meh-rerer Pinusarten gewonnen wird. Er erscheint als eine zähe, braune,dickflüssige Substanz von durchdringendem, nicht unangenehmemGerüche; er besteht aus mehreren, mit Essigsäure verbundenenBrandharzen, Fichtenharz in Terpentinöl gelöst, Paraffin, Eupion, Kreo-sot, Picamar, Pittakal u. s. w., Steinkohlentheer enthält ausserdemdrei Basen: Leukol, Pyrrhol und Anilin. Mit Wasser übergössen giebter an dasselbe Essigsäure und einige andere Bestandteile ab, wo-durch es den Geruch und Geschmack des Theeres erhält. Der Theerlöst sich in Alkohol, Aether, ätherischen Oelen auf und lässt sichmit Fett mischen. Durch Destillation desselben gewinnt man das so-genannte Pech öl, als Ruckstand bleibt das schwarze oder Schiffs-pech, Zu vergleichen Berzelius' Chem. VIII. 586; Schubarth'stechn. Chem. III. 24. R. Wgr.

Theilbarkeit. Die Theilbarkeit ist eine allgemeine Eigen-schaft der Körper, zufolge der die an den materiellen Dingen unter-scheidbaren Theile von einander abgesondert werden können. DieTheilung kann bewerkstelligt werden durch mechanische Mittel(Schneiden, Schlagen, Feilen u. s. w.), durch die Wärme oder durchdie chemischen Kräfte (Molecularkräfte). Die Theile, welche mandurch mechanische Trennung erhält, nennt man Aggregaüheile, undeinen Körper, insofern er aus ihnen zusammengesetzt ist, ein Aggre-gat, Diese Theile sind entweder nur ihrer Grösse oder Gestalt nach