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3 (1850) L - Z
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772
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Theilbarkeit.

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von einander verschieden, und heissen gleichartige, homogene, odersie sind auch stofflich verschieden, und dann nennt man sie ungleich-artig, heterogen. Ein Körper, welcher aus heterogenen Theilen zu-sammengesetzt ist, heisst ein Gemenge, und die Aggregattheile selbstGemenglheile. Durch die Warme wird die Art und Weise, in wel-cher die Aggregattheile zu einem Korper verbunden sind, oder derAggregalionszustand bedingt, indem sie die Verbindung der Körper-theile aufhebt, und ihnen sogar ein Bestreben ertheilen kann, sich.s'on einander zu entfernen. Bringt man endlich Körper von unglei-cher materieller Beschaffenheit zusammen, so beginnen nach derBerührung die chemischen Kräfte ihr Spiel, indem zunächst der Zu-sammenhang der Theile aufgehoben wird und diese Theile sich inanderer Weise ordnen, wobei entweder eine sogenannte Auflösungerfolgt, oder neue Körper in einem der drei Aggregatzustände ent-stehen. Wärme und Molecularkrä'fte sind die wirksamsten Mittel, dieTheilung eines Körpers zu bewirken; durch ihre Hülfe ist. man imStande, einen Körper in so feine Theile zu zerlegen, als es durchAnwendung äusserer Kräfte nie möglich ist. Die letzten Theilchen,welche keine Kraft mehr zu zerlegen und überhaupt zu ändern ver-mag, nennt man Atome. Atome von gleicher oder verschiedenermaterieller Beschaffenheit verbinden sich in verschiedenen Verhält-nissen und bilden andere, immer noch verschwindend kleine Theile,welche man Molecule nennt. Die Aggregation mehrer Molecule giebtendlich die Körpertheile oder Partikeln, zu denen man durch mecha-nische Theilung gelangen kann. Letztere kann so weit getriebenwerden, dass die Theilchen weit über die Grenzen sinnlicher Unter-scheidung hinausgehen. Es genügt hierbei auf einige Thatsachenhinzuweisen. Wol laston hat Platindraht dargestellt, welcher nur-g-Jj-g- Linie dick ist, und 140 solcher Drähte würden dazu gehören,um die Dicke eines einzigen Coconfadens zu erhalten. Silber lässtsich zu Pläftchen ausdehnen, wovon 8 Millionen aufeinander gelegterst die Dicke von l-J Linien haben; eine Silberstangc von 22 ZollLänge und 1{- Linien Dicke mit einer Unze. Goldes vergoldet lässtsich zu einem Drahte ausziehen, der 97 französische Meilen lang ist,und platt gedrückt eine Länge von 110 Meilen erhält und dabei voll-ständig vergoldet ist, aber mit so dünnen Blättchen, dass 14Millionenüber einander gelegt erst die Dicke eines Zolles geben würden. ZuVersuchen über die Beugung des Lichtes zog Frauenhof er miteinem Diamant in ein Planglas 3601 Parallellinien, deren je zwei vonihrer Mitte aus gerechnet nur 0,0001223 P. Zoll von einander abstan-den. Wie weit die mechanische Theilung getrieben werden kann,zeigen auch die polirten Oberflächen von Stahl, Edelsteinen u. s. w.,an denen unsere Sinne keine Unebenheilen wahrzunehmen vermögen,während diese Flächen doch durch Polirmitlel hervorgebracht sind,die aus lauter feinen Körnchen bestehen, von denen ein jedes Körn-chen einen seiner Grösse entsprechenden Ritz in die Oberflächemacht. Eine ausserordentliche Theilbarkeit zeigen auch die Riech-stoffe: Ein kleines Stück Moschus kann ein sehr grosses Zimmer mitseinem Gerüche erfüllen, ohne dass die verflüchtigten Theile dasGewicht vermindern. Man nimmt an, dass 1 Gran Moschus 320 Qua-drillionen solcher Theilchen gebe, deren jeder den Geruchssinn ?u

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