Nation.
Nationalbildung.
Naturgeschichte.
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lich von sich und von der -schule, als einem schwachen Organ, zu halten! VielleichtMt es nm so mehr: denn den Hofsärtigen widerstehet der Herr, den Dcmüthigcnbcr -siebt er Gnade und den Aufrichtigen läßt er es gelingen.
-taturcll, s. Individualität.
Naturalicnsam»nlungen, s. Naturgeschichte.
Naturalismus, s. Erziehung, verkehrte Richtungen.Naturgemäßheit, s. Unterricht.
Naturgeschichte. Naturkunde, Naturgeschichte und Naturbeschreibung sind die4m Namen,'in welche man in den verschiedenen Lehrplänen das zusammenfaßt, was in^ cm Nachfolgenden besprochen werden soll. Wir werden uns daher zunächst über dieBegriffe zu einigen haben, um Misverständnissen vorzubeugeu. Unter Naturkundecgreift man denjenigen Theil der Naturwissenschaften, welcher die Erscheinungen in'der Natur und die au den einzelnen Naturkörpern gemachten Beobachtungen systematischrdiict und aus den gleichartigen Thatsacheu die Gesetze abzuleiten sucht. Sie trittin Gegensatz zu der Naturphilosophie, welche auf Grund der in der Naturkunde ge-wonnenen Ergebnisse das innere Wesen der Naturkörper und die letzten Ursachen deriaturerscheinungen zu erforschen und damit das Einzelne zu einem harmonischenAanzen zu vereinigen strebt. Doch schon seit langer Zeit sind Naturwissenschaft undNaturkunde fast gleichbedeutend geworden und namentlich ist in der Unterrichtslehreder Ausdruck Naturkunde mit Vorliebe für ^Naturwissenschaft gebraucht worden. Deu-ringen Theil der Naturkunde, welcher die Naturkörper nach ihrem inuern Bau zulkeinien bestrebt ist, sie nach ihren gemeinschaftlichen und verschiedenen inneren und'ußercn Merkmalen ordnet und ihr Werden, Bestehen, Wachsen und Vergehen unter-sucht, diesen Theil der Naturkunde nennt man Naturgeschichte. Es ist an sich klar,daß die Entwicklung der Naturwissenschaft in engster Beziehung steht zu der Aus-übung der Namen für ihre einzelnen Zweige. Nach dem Wiederaufleben des Stu-iuins der Natur galt es zunächst eine Nebersicht über die bekannten Naturkörpcrn gewinnen, man beschrieb sie, ordnete sie und bildete Systeme; erst mit dem Beginniescs Jahrhunderts begann man das Werden, Wachsen und Vergehen derselben ge-imer zu beobachten, es bildete sich die Lehre von dem Bau, den Verrichtungen der cin-clnen Theile aus. Während so zuerst die Naturkörper in ihrer vollendeten Ausbildung'egenstand der Forschung wurden, so später in ihrer Entwicklung, und die Natur-cschichte trat wie in der Forschung so auch in dem Unterricht an die Stelle derisinrbeschreibung. Wir halten daher auch gegenwärtig die Bezeichnung Natur-eschichte für den Unterrichtsgegenstand für zutreffender als die jetzt veraltete Natur-eschreibung.
Aus der Entwicklung der Naturwissenschaften folgt auch die Stellung, welche derUrkundliche und specicll der naturgeschichtliche Unterricht in der Schule einuahm.Las Mittelalter und die Zeit bis in das siebenzchnte Jahrhundert zehrte an dem,as die alten griechischen und römischen Autoren, was Aristoteles und Plinius inhren Werken niedergelegt hatten. Kein Wunder daher, daß für die Naturgeschichtemi Platz in der Schule der Reformatoren war. Letztere war zunächst Religionsschulc.ibel, Katechismus und Gesangbuch enthielten den werthvolleu, eben wiedcrgcwonneneuInterrichtsstoff, der ins junge Volk kommen mußte, um dieses für das Leben in der^angelischen Kirche geschickt zu machen. Bei aller Anerkennung, welche Luther undelanchthon für eine sinnige Betrachtung und Kenntnis der Natur hatten, konnte deriaturgeschichte ein Platz in dem Unterrichte nicht gewährt werden, zumal ein geordneter''"'stoff in ihr wie auch in den übrigen Realien nicht vorhanden war.
Mit Bacon von Verulam (1861—1626) pflegt man einen neuen Abschnitt iner Geschichte der Naturwissenschaften zu beginnen. Die von ihm angewendcte (iu-uctive) Methode stellte die Forschung auf eigene Füße, sie forderte selbstthätige Unter-uchung. Daher finden wir auch gleichzeitig mit ihm und nach ihm die ersten Früchte'ssum Zeit. Schon vorher hatten zwar deutsche Forscher mit den Alten gebrochen.L>e -alter per Botanik Brunfels (s- 1534), Bock (fl 1554), Fuchs (si 1565) undMßner (s- 1566) hatten die ersten Pflanzen- und letzterer nebst andern die erstensicrbeichreibungen geliefert, aber zu einer systematischen Ordnung der NaturkörperM es noch nicht. Ter erste, der mit einer allgemein anerkannten Systematik ans-