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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Naturgeschichte.

treten konnte, war Karl von Linus (17071778), der Reformator der Wissmschch. iAber auch seine Leistungen wurden durch die Bestrebungen, ein natürliches Systm-zu schaffen, wohl in den Hintergrund gedrängt. Die Anatomie der Naturkörper begann im 17. Jahrhundert, ruhte im 18., um im gegenwärtigen zu neuer Blüte z»gelangen. So ist denn (wir können hier die Stadien der Entwicklung nicht bis j»zEinzelne verfolgen) gegenwärtig eine Fülle naturwissenschaftlichen UnterrichtsstWvorhanden, aus dem für den Unterricht eine geeignete Auswahl zu treffen, eine dugroßen Schwierigkeiten des naturgeschichtlichen Unterrichts ist.

Entsprechend der Entwicklung der Naturwissenschaften dringt die Anerkenmnzihrer Nothwendigkeit als Unterrichtsmittel in die Kreise der Pädagogen. Der erstwelcher die Bedeutung des naturkundlichen Unterrichts betonte, ihn auch in die Schub»eingeführt wissen will, und ihm in seinen: System der Pädagogik einen Platz anweisj,ist, abgesehen von dem etwas zweifelhaften Ratkc, Johann Arnos Comeinus.seiner viäactien mnAim sagt er:Das vernünftige Geschöpf zu sein, besteht dm»,Erforscher, Namengebcr und Berechner aller Dinge zu sein, d. h. wissen und bk- inennen zu können und einzusehen, was die Welt alles enthält, wie geschrieben sichst1 Mos. 2, 19. oder wie es Salomo aufzählt Weisheit 7, 17 ff. zu kennend!--Wclteinrichtung und die Gewalt der Elemente, Anfang, Mittel und Ende der Zeiten, bi, ^Veränderung der Sonnenwenden und die Abwechslung der Jahreszeiten, die Jahrs ^Umläufe und die Stellungen der Sterne, das Naturell der lebenden Wese» ^und die Seele der Thiere, die Kräfte der Geister und Gedanken der Merrschk», !die Verschiedenheiten der Pflanzen und die Kräfte der Wurzel»,»einem Worte, alles, was verborgen, was offenbar ist re."Herr der Geschöpfe z«sein, besteht darin, jedes Ding seinem rechtmäßigen Zwecke zuzuweiscn und dadurchnützlich zu seinem Vortheile zu verwenden re."

Unter der: von ihm beabsichtigten Lehrbüchern für die Schule finden wir auch als -einen besonderen Theil der Panhistorie die Naturgeschichte. Leider ist er dazu nichtgekommen, aber sein Orbis piotus enthält in anschaulicher Darstellung das, was irin dem ober: citirten Abschnitt aus derGroßen Unterrichtslehre" als Stoff für bk»Unterricht fordert. Bedeutsam ist gleichfalls, daß er die unmittelbare Anschauung daGegenstände will-Es sollen ihnen (d. t. den Kindern) aber die benannten Sachkstnicht allein in Abbildungen, sondern, so oft es geschehen kann, auch an ihnen M(d. i. in nuturu) gezeigt werden." In die Schule kam jedoch die Naturkunde msdurch Herzog Ernst den Frommen. In demKurzen Unterricht von natürlich!»Dingen, von etlichen nützlichen Wissenschaften re." werden auch die Erd- und Boden-arten, die Pflanzen, Thiere, der Mensch und dessen Seele behandelt. Das Buch Mjedoch zun: Leser: bestimmt, der Unterricht beschränkte sich nur auf ein Abfragen, seistaber auch nur in Schulenmit inehr als einen: Präceptor" stattfinden und erst d»begonnen werden, wenn alle andern Leetionen absolvirt waren.

Eine größere Förderung erfuhr der naturkundliche Unterricht ir: den FranckeWStiftungen.Wer wüßte nicht, daß die Bedeutung des Pietismus auf dem Gebistdes praktischen Lebens liegt. Allerdings nicht des praktischer: Lebens, das seinen besser:Gegensatz in der Innerlichkeit der Menschen hat, wohl aber desjenigen, das ein Aus-fluß und eine reale Bcthätigung der ans den: Fundamente des christlichen Glciul«stehenden und von diesem erfüllten Persönlichkeit ist." Schon 1702 sagt Francke i«seiner Lehrordnung:Weil auch einer, der nicht studirt, dennoch die Prirrcipia AstronomlGeographiä, Physicä, Historiä und was seines Landes Polizeiordnnng sei, zu MWwohl vonnöthen hat, wo er ein verständiger und dem gemeinen Weser: nützlicher Mmwerden will, wird ihnen auch außer der: ordentlichen Schulstunden gleichsam spieleMWeise von allen diesen Wissenschaften das Nöthigste beigebracht, daß sie zum Exeinj»lernen, wie sie Gott aus der Natur erkennen und sich durch seine Werke zu sein»Lobe reizen lassen sollen."

Francke beruft sich aufdas Fürnebmen des hochseligen Herzogs Ernst zu SachsaGotha und auf dessen besondere Büchlern in deutscher Sprache, darinnen die Principiider vornehmsten und nützlichsten Wissenschaften kurz verfasset sind, welche Büchleinsdenn auch bisher bei der: Waisenkindern dazu gebraucht sind." Zur Belehrung istKinder wurde auch ein Naturalienkabinet angelegt und die Anordnung getroffen, des !