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Nicmcyer.
Ockonomische Arbeiten.
permanenten Rectorat znrückzntrcten. Und als die demagogischen Untersuchungen dsAusstellung von außerordentlichen Regierungsbevollmächtigten an den Universitäten ^aulaßten, sah er sich sactisch auch seiner Befugnisse als Kanzler enthoben. Er bentzsdiese Muße zu neuer praktischer und literarischer Thätigkett, deren bedeutendste Frichdas anziehend geschriebene und inhaltsreiche Werk ist: „Beobachtungen
Reisen in und außer Deutschland," welches 1820 begonnen, 1826 bis zfünf Bänden fortgeführt, wiederholte Auflagen erlebte. Dasselbe ist ebenso reicheZügen von allgemeinem zeit- und kulturgeschichtlichem, auch pädagogischem Jnterchals für die Charakteristik und Biographie des Verfassers wcrthvoll.
Mit ebenso viel Glanz als Herzlichkeit wurde den 18. April 1827 sein MUjähriges Doctorjubiläum gefeiert. Er überlebte die Feier nur um ein Jahr, inden,"den 7. Juli 1828 so zu sagen noch unter den Schwingungen der Festfreude s«sJubeltags sein reiches Leben beschloß.
Wenn der hervorstechende Zug in N.'s Charakter in jener gleichmäßigen Uund Gemessenheit lag, welche das Product angeborenen Ernstes, seiner Erziehung er!seines ganzen Lebensganges war, so bildete dieses innere Gleichmaß des Geistes je«die Basis der unglaublichen und rastlosen Thätigkeit, die ihm bis in sein hoheseigen war, welche auch die kleinsten zersplitterten Zeittheile zu rascher Arbeit znt:nützen wußte, und unter steter Unterbrechung doch die Kontinuität nie verlor. Ti,!rastlose und stets fertige Thätigkeit kam ihm besonders bei seinen Reisen zu Milund gicng so weit, daß er der bloßen Erholung wegen niemals spazieren gieug. Mpersönlichen Verkehr zeigte sich jenes innere Gleichmaß besonders in der Geistesgegeiwastwomit er jede Situation beherrschte, sich selbst nie verlor und mit seltener Gew»)heit und Sicherheit Meister des Wortes war. In seiner Stellung als Vorgescheijwar die reinste Humanität die Regel seines Benehmens. Der Jugend war erstesein treuer Freund; jederzeit bereit, zu leiten und zu berathen, erfreute er sich an ihm §Frohsinn, und wenn sein Erscheinen denselben dämpfte, klagte er sich wohl einer finjienusteifen Weise au. Seinen Waisen war er in Wahrheit ein Vater; aber auch mißbesaß er das Vertrauen der Armen. Er hinterließ eine zahlreiche Familie. — UiAugust Hermann Niemeyer, zur Erinnerung an dessen Leben undv. Jacobs und Gruber, Halle 1831. j
Normalicnbuch, s. Schulacten.
Normallchrplair, s. Lehrplan.
Normalschule. Im südöstlichen Deutschland versteht man unter NornuiWeine Muster- (Volks-) Schule, welche mit einer Bildungsanstalt für Volksschullehmverbunden ist; vgl. die Art. Landschule, Maria Theresia, Felbiger. Im übrigen ihzu vergleichen der Art. Mustcrschule.
Noten, s. Schulstrafen.
Notenmethode, s. Gesang.
O.
Oberlehrer, s. Lehrer.
Obcrschnlrath, s. Schulregiment.
Observatoren, s. Een so reu.
Ockonomische Arbeiten — sind die Geschäfte, die den Bestand und das Amkommen der Familie in den mittleren und unteren Ständen bedingen. Sehr ml:derselben sind in allen Familien gleichartig, sofern sie den einfachsten Bedürfnissen d«Nahrung und Kleidung und was damit in nächster Verbindung steht dienen. §»begreifen die allergeringsten Arbeiten, zu denen die Kinder Kraft haben, wie die Etigeren und^ schwereren, zu welchen sic nach und nach befähigt werden. Verschied»artig aber sind sie, sofern die Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse in den niederen undhöheren Ständen, in städtischen und ländlichen Familien nicht ganz dieselben sind undzu gewerblichen oder landwirthschastlichcn Berufsarten in nähere Beziehung treten.Obwohl beide Geschlechter in den zarteren Jahren an denselben häuslichen Arbeite»