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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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Privatschulcn.

Privatscminare.

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Ul- welche durch einen Hauslehrer unterrichtet werden, scheint im Hinblicke auf diealn'l Kosten, welche die Haltung eines eigenen Lehrers fordert, bejaht werden zu- kann indessen ebenfalls in Zweifel gezogen werden.

' Prit>lltse»ii»are sind Schullehrerbildungsanstalten, die von Privatpersonen oderKMchaften errichtet, geleitet und unterhalten werden; sie stehen unter der Aufsicht^ Staates und erhalten zum Theil regelmäßige Zuschüsse von demselben. Aus den«riraiseminarcn entwickelten sich in Preußen zum Theil kleinere öffentliche Anstalten^ zg40 Zöglingen; gegenüber von den großen oder Hauptscminaren nannte mansie Nebenseminare; bis zu Anfang der 40er Jahre hatten sie nicht das Recht derMurientenprnfnng, jetzt stehen sie den übrigen an Rang ganz gleich. In BeziehungW die Hauptseminare heißen die Neben- und Privatseminare auch Hülfsseminarc,Mt werden die Privatscminare auch Nebenseminare genannt.

I. Zweck der Privatseminare. Sie sollten alle Supplemente für die vorhandenen«der ganz fehlenden Staatsseminare sein. Und dies sind sie in zweifacher Weise ge-Wese» entweder bloß in quantitativer, oder auch in qualitativer Hinsicht. So langeiS noch an der ausreichenden Zahl von Lehrern für die Volksschulen fehlte, gebot esdie Noth, in Privatanstaltcn wenigstens eine nothdürftige Vorbildung zu geben. Undso lange der Begehr nach Lehrern noch größer war, als die Zahl der in den Staats-'staltcn ausgebildeten Lehrer, konnte es sogar ein rentables Geschäft sein, in Privat-ninaren den Abfall der Hauptseminare schnell und billig zurechtzustuhen. EinzelneMtseminare aber giengen aus dem Bedürfnisse hervor, in qualitativer Hinsicht einenUmgel in der Lehrerbildung zu ersetzen. So die Armenschullehrerseminare zuBeuggenunt zu Lichtenstern. Beide haben nicht den Mangel an Lehrern überhaupt ersetzen,^teru vielmehr Lehrer erziehen wollen, welche in erbarmender Liebe um des HerrnWen auch in solchen Schulen und Gemeinden arbeiten möchten, in denen der Lohn'stich, der Erfolg durch die Armut erschwert ist, und in welche daher die in denähnlichen Seminaren gebildeten Lehrer nicht gehen mögen. Dies wurde natürlich, siir die Qualität des Unterrichtes im Seminar maßgebend, sowie für den Geistdie- Hauses, indem als Grundzug in der Erziehung der meist dem Handwerkerstande^hörenden jungen Leute die erlösende Heilandsliebe zur Ausprägung im Lernen undni gebracht wurde.

Ebenso h<t auch der Seminardirector Köhler in Grimma in seiner Broschüre:ebmseminarien zur Vorbereitung auf den Volksschullehrerberuf für gereiftere jungeäimer" u. s. w. (Grimma 1854) Lehrerbildungsanstalten von solcher Art gefordert,das durch sie ein Moment, welches nach seiner Ansicht in der Seminarlehrerbildungzu seinem vollen Rechte kommt, ergänzt würde. Davon ausgehend, daßes für>- dic Schulen von Gewinn sein werde, wenn Männer, denen die erziehende Leitung derSchule übertragen werden soll, ehe sie ihre specielle Berufsbildung beginnen, gereiftereHsiihrung sammeln und praktisch im Leben durchgebildet würden," möchte er,daßdu Zöglinge der Seminare sich von dem Vorurtheile, durch etwas mehr Wissen-M man in eine ganz andere Schichte der menschlichen Gesellschaft ein, losmachenund überhaupt reifere Weltanschauung erlangen." Daher schlägt er vor, daßgewesenesedienten, strebsame Handwerker, bei welchen durch frühere Erziehung ein guterrund gelegt oder die auch nur durch die Schule des Schicksals erweckt und angeregterden seien, bei gereifterem Alter in die Lehrerbildungsanstalt eintreten." Für solcheellm die Nebenseminare dienen. Dadurch soll zugleich das Bedürfnis in ausreichendereise und zwar ohne größeren Kostenaufwand befriedigt werden, da diese AnstaltenMeder mit Staatsseminaren verbunden oder als Privatanstaltcn, etwa mit mäßigemtmszuschuß, errichtet werden könnten. Allein die Sache hat entschieden ihre zweieiten. Vorab darf man ja nur der Vorbildung, dem Unterrichte und der Erziehung»> den Staatsseminaren eine solche Richtung geben, daß eitles Wissen und Dünkeldurch nicht befördert werden, sondern die Zöglinge in die Anschauungen und Lebens-we pch hineingewöhnen, in denen sie als Kinderlehrer stehen und sich wohl fühlenllcii. Sodann mögen unter Umständen junge Leute, die andere Berufsartcn erwähltdki, sich das Lehrfach ganz gut eignen. Allein das höhere Alter an sich macht^ nicht; ein gut erzogener 20jähriger Seminarist kann einen 30jährigen Menschen,m mancherlei Lebensverhältnisse durchgemacht hat, an Einsicht, wie sic dem Lehrer