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Pädagogik.
Empfangen und Geben von Kraft und Richtung ein Bild geselliger Einwirkung st-,Erwachsenen auf den Uuerwachseueu, wie es treffender nicht gefunden werdenDieses gesellige Leben aber mit seinen persönlichen Kräften und seinem gemeii,s»gWahrheitsinhalte ist die Grundidee der Erziehungsmethode, und aus ihr lassen sch,llGesetze der Erziehung ableitcn.
II. Quellen der Pädagogik. Wie jede Wissenschaft, so schöpft ach eiPädagogik ihr Wissen thcils aus der vorzugsweise sogenannten Wirklichkeit, „äiMaus dem zeitlichen Dasein, wie dasselbe durch Erfahrung in unser Bewußtsein Umgeht, theils aus der inneru Wahrhcitswelt der Begriffe und Ideen. Nur aus deVerbindung dieser beiden Hauptquellen ergiebt sich die sichere, wohlbegründetelebensvolle Wahrheit; sie bedürfen einander zur Ergänzung und nicht selten zur Krichtigung. Da ferner die Pädagogik ihrem Gegenstände nach eine Wissenschaft deengerer Begrenzung, eine speciale Durchbildung und Anwendung allgemeinerer Wal,heiten ist, indem sie den Menschen, aber den ungereiften, die menschliche Bestimm«^aber sofern sie in der Entwicklung des individualen Lebens zu verwirklichen ist üKräfte menschlicher Geselligkeit, aber in ihrer Beschränkung auf das Verhältnis'WErwachsenen und Unerwachsenen, zum Gegenstände hat, so ist klar, daß sie eine Msogenannten Hülfswissens bedarf, um als Wissenschaft zu existircn. Hiernach wird stsowohl das Quellgebiet der Erfahrung, wie dasjenige des idealen Denkens theils«dieses Hülfswissen, theils auf die Kunst der Erziehung selbst beziehen. Da stk,das ideale Denken in seiner Anwendung auf die Erziehung die Theorie der letztenselbst zum Object hat, so dürfen wir uns hier für das ideale Gebiet des Denke«auf die Hülfswissenschaften beschränken, und es reicht hin , die Quellen unter drsRubriken zu behandeln.
1. Allgemeine Menschenkenntnis. Sic wird geschöpft aus der Aischauung und Beobachtung menschlichen Daseins in seiner erfahrungsmäßigen Wistlichkeit. Sie zeigt uns zwar zunächst nur die Menschen in der Mannigfaltigkeit ihnUnterschiede, jedoch mit Hülfe vergleichender Abstraction bringt sie uns auch die Ä,schauung der menschlichen Natur überhaupt nahe. Selbst für die lebendige Erfasst,menschlicher Bestimmung ist diese Quelle nicht unergiebig, da die natürlichen Neigunz,und Gefühle der Menschen, soweit sie unverdorben sind, noch mehr aber die G,''edler Menschen das Ideal und den Glauben an dasselbe in uns erwecken und kAm wichtigsten jedoch ist die Menschenkenntnis für unsere Einsicht in die allgemstund besondere Anlage des Menschen, namentlich auch in Betreff seiner geselligen N«,als der Grundlage aller erziehlichen Einwirkung. Die besonder,: Gebiete, in mchdiese Anschauungen und Beobachtungen sich uns darstellen, sind n) das wirkliche sitzder Gegenwart; dieses Gebiet hat den Vorth eil vollendeter Anschaulichkeit und gewi!die Möglichkeit einer genaueren Erforschung bis zu völliger Bestimmtheit und Sit,heit des Urtheils. Dagegen ist es beschränkten Umfangs und kann erst in längeZeit reiche Ergebnisse bringen. Zur Ergänzung dienen daher d) die Resultate freutWarnehmung und Erforschung, und als reichste Quelle dieser Art die Literat»^sofern sie menschliches Leben darstellt, sei es in den Werken der Geschichte oder in MDarstellungen echter Poesie. Ganz besonders muß hier die Bibel genannt werden,wie kein andres Buch das tiefste Innere des Menschen und das Höchste seines relund sittlichen Lebens zur Anschauung bringt.
2. Zu dieser allgemeinen Menschenkenntnis kommt nun das speciale GeVpädagogischer Erfahrung. Aus ihr schöpfen wir einen reichen Vorrats,Wmittelbar für die Pädagogik zu verwendenden Stoffes; in ihr finden wir eine SstWder Besonnenheit und ihr verdanken wir nicht selten die Berichtigung lebhaft aber »Mseitig erfaßter Ideen. Diese Erfahrung ist wieder u) eigene Erfahrung, M Msolche schon als Zöglinge, ganz besonders aber in unserer eigenen erziehenden ThätigWsammeln. Mit Recht erwartet man eine Theorie der Pädagogik nur von einem cesffahrenen Erzieher. Immerhin aber bleibt das Feld eigener Erfahrung für den IVzelnen beschränkt, und es muß 1>) fremde Erfahrung hinzukommen. Tuest mVsich uns in einer umfangreichen Literatur dar. So empfehlenswert aber die flciMBenützung derselben ist, so läßt sich doch nicht leugnen, daß die Erfahrungen am»weit fruchtbarer für uns werden können, wenn sie durch den persönlichen Umgang »