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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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Pädagogik.

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kikm, nach einem v. K. Chr. Fr. Krause eingeführten Sprachgebrauchs innigeMste nennen, wegen des innigen Anschlusses an das gegebene Leben, welchen siesniern und in welchem das Grundgesetz ihrer Methode liegt. Man könnte sie auchiciimde Künste nennen. Denn sie haben jenen freiherrschcnden Künsten der Phantasieeaenüber nothwendig den Charakter der Bescheidenheit; das stolze Gefühl der frei,iS dem Innern gewählten Idee und der unbedingten Beherrschung eines nach bloßerMckmäßigkeit gewählten Stoffs bleibt ihnen fremd; je höher der Stoff, den sie zuarbeiten haben, in der Reihe der lebendigen Wesen steht, desto weniger ist das sub-iive Walten der Phantasie und Neigung, desto weniger der Despotismus deseiscls hier zuläßig. Die Würde aber und das eigentümlich Erhebende in diesenmisten liegt in der Größe der Aufgabe und in dem Bewußtsein der Einheit miti Hähern schöpferischen Willen.

Die Mannigfaltigkeit der innigen Künste bestimmt sich nach den Gebieten undtusm des Lebens in Natur und Menschenwelt. Die höhere Bedeutung der innigenmst tritt erst da hervor, wo der Mensch zum Objecte derselben wird. Ein Künstlerieser Stufe ist u. a. eben der Lehrer und Menschenbildner jeder Art, insbesondere« eigentliche Erzieher. Er und seinesgleichen unterscheiden sich von solchen, welchelotz Pflanzen und Thiere zum Objecte nehmen, nicht nur durch die. Größe und denkerth des Zweckes, sondern ebenso sehr auch durch die Tiefe in ihrer Einwirkungmd, was damit zusammenhängt, durch das Verhältnis, welches ihre Persönlichkeit undhr eignes inneres Leben zu dem Objecte einnimmt. Denn der, welcher Pflanzenieht, dringt mit seinem unmittelbaren Einflüsse in das Innere ihres Lebens nicht ein,ml das Msen der Pflanze seinem eigenen Wesen zu fern steht, als daß er in Lebens-Mmschaft mit ihr zu treten vermöchte. Nicht viel näher steht uns das Wesen derlhim; auch hier bleibt die gegenseitige Ausnahme unvollkommen; von eigentlicher Ge-Mgkeit kann nicht die Rede sein. Ganz anders der Mensch in seinem VerhältnisNi Menschen. Wir haben an einander nnsers gleichen, und können so gegenseitig>»s einander vollkommen in Bewußtsein, Willen und That aufnehmen durch Ver-Mnng ganz besonders der Sprache, deren Gemeinsamkeit selbst der sprechendste Ve-ens unserer innern Einheit unter einander ist. So sind wir nun auch im Stande,M gegenseitig an einander und durch einander zu bilden, nicht etwa nur im Aeußcrn,smdern wesentlich und zuerst im Innern, und so einen großen, nicht bloß mittelbaren,^ " negativen, sondern unmittelbaren und positiven Einfluß auf einander auszu-Und wenn der Begriff des Bildens, dem wir zuerst bei jenen herrschendenlimsten begegneten, in unserm Verhältnis zu den Pflanzen und Thieren, bei demlÜMgel eines in das Innere gehenden und unmittelbaren Einflusses, keine Geltungw, so tritt er nun hier in dem Verhältnis der Menschen untereinander, ganz besonders» der Erziehung, wieder in sein Recht eiy, aber in ganz anderer und höherartigerÄise als dort, nicht als ein Bilden der äußern Erscheinung, sondern des innernÄsens, nicht als ein willkürlich herrschendes Gestalten nach bloß subjectiven Idealen,nidem als ein zwar beherrschendes aber zugleich dienendes. Einwirken freier Person-en Kräfte in der Gemeinschaft auf der Grundlage wechselseitiger Hingebung undlufmhme.

; s Man hat, um das Wesen der Erziehung zu veranschaulichen, nach Sinnbildern^ chcht. Populär ist seit alter Zeit die Vergleichung eines Heranwachsenden Kindes»t einem Bäumchen und der Erziehungskunst mit der Pflege junger Pflanzen, wie

- « umgekehrt auch eine Pflanzung junger Bäume eine Baumschule nennt. Weniger

j slMeiii gebräuchlich, aber von theoretischer Seite (Herbart) geltend gemacht ist das

§ muibild des Gebäudes und der bauenden Thätigkeit, welches auch in dem biblischen

i s^rie vom Menschen als einem Tempel Gottes und der Erbauung desselben zum

, Euchen Leben vorliegt. Wenn auch wir ein Sinnbild geben sollen, so suchen wir

p > innerhalb der Natur in einem Vorgänge, der, obschon eingeleitet und vermittelt

^ ent menschliche Kunst, doch wesentlich der innern Sphäre des Pflanzenlebens selbst

>, Vhört., Wir meinen das ebenfalls biblische Sinnbild von dem edlen Reise, in

, «s die Lebenskräfte des Wildlings eingepfropft werden. Hier ist Leben vereinigt

- "t^.eben, Selbstthätigkeit auf beiden Seiten, die Verwandtschaft der Anlage ver-Mkii mit einem höhern Ziele und in wechselseitiger Hingebung und Aufnahme, in