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Pädagogik.
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und gefordert werden muß. Daß wir als Object der Erziehung nur den Ni..,,,setzen, bedarf keiner Rechtfertigung.. Aber auch als Subjcct der Erziehungwir ausschließlich die Menschen angenommen. Wohl glauben wir an eine ErziehGottes, die er nicht allein an dem Menschengeschlecht und den Völkern, sondern i«an dem Einzelnen übt. Aber einmal beschränkt sich die Erziehung Gottes weder/das unerwachsene Alter, noch selbst auf die Grenzen dieses Lebens; und sodann kanii j,Kräfte und Mittel anwendcn, au welche unsere Praxis ohne Vermessenheit und Frei!nicht einmal denken kann. Dazu kommt, daß die menschliche Natur, wie sie tlMlich ist, für die unmittelbare Erziehung Gottes im Innern nur eine geringe E»,Mlichkeit hat. Denn wo menschliche Erziehung nicht ihre Pflicht thut, da ist unleiMder Zustand, den wir Verwahrlosung nennen, die Folge, und wo der Einflußmenschlichen Gesellschaft und die Ueberlieferung ihrer Cultur gänzlich fehlt, da»eigentliche Verwilderung unvermeidlich. Hieraus ergiebt sich Wohl mit Sicherheit d«im jetzigen Erdenleben der Mensch in seinem geselligen Verbände mit den Kindern djeigentliche Subjcct der Erziehung ist.
Der in unserer Begriffsbestimmung aufgestellte Zweck einer selbständigen iidüng in derjenigen Bildung, welche dem Menschen gebührt, bedarf wohl kaummRechtfertigung oder Erläuterung. Wir fügen nur hinzu, daß dieser Zweck seinem shalte nach in der göttlichen Idee des menschlichen Daseins, sowie in der gegellallgemeinen und besondern Anlage gegründet, also keineswegs eine Sache snbjüiD swillkürlicher Bestimmung ist. Woraus folgt, daß die Theorie der Erziehung vor alle idas Wesen und die Bestimmung des Menschen überhaupt und in der Mannigfaltigklihrer möglichen Besonderheiten fcstzustellen und eine Anleitung zu geben hat, dich Isonderheiten im wirklichen Leben zu erkennen. — Wenn wir aber in Bezug auf tZiel der Bildung den beschränkenden Zusatz: nach Maßgabe des Cülturstandpnmder Gegenwart, hinzugefügt haben, so wollen wir damit der z. B. von Rousseau,^Fichte vertretenen Ansicht entgegcntreteu, als sei die Erziehung im Stande und berMunmittelbar an den Kindern und durch dieselben für das Zeitalter eine höhere C»der Bildung heraufzusühren. Das unerwachsene Alter sieht unvermeidlich die 8alichkeit des Zeitalters mit ihrer realen Kraft und Geltung für das Ideal an, u'Versuch, die Kinder im Widerspruch mit dieser Kraft und Geltung zu erziehen,jedesmal mislingen. Nicht nur ist die bei solchem Versuche mitbedingte Jsolirung HKinder von der Welt ebenso unausführbar wie zweckwidrig, sondern es kommt»die Unmöglichkeit, eine hinreichende Anzahl von Erziehern zu finden, welche, selbst«einer höhern Stufe als das Zeitalter stehend, die Kinder über dasselbe emporznzieWim Stande wären. Es kann nur die Aufgabe sein, unter Bekämpfung und VmWdüng des Schlechten und Unwahren das Gute und Wahre, soweit es in der Anung der Zeit herrscht, an den Kindern zur Geltung und Wirklichkeit zu bringen. TfErhebung zu wesentlich höheren Stufen kann nach dem Zeugnis der Geschichte nur!>Iden Kreisen der Erwachsenen auf Grundlage der der Kindheit und Jugend überliefert^Bildung zu Stande kommen. ,Z
Wir erklärten die Erziehung für eine Kunst. Es liegt uns ob, die Art die»Kunst und damit das Eigenthümliche ihrer Methode zu bezeichnen. Die KunMÄVleiten der Menschen unterscheiden sich auf sehr mannigfaltige Weise durch ihren Etjund durch ihren Zweck. Jedoch liegt ihr tiefster Charakterunterschied nicht in dich» -»!sich betrachtet, sondern in dem Verhältnis von Stoff und Zweck. Nehmen mr»sogenannten bildenden Künste, so ist hier zwar die Wahl des Stoffes nicht durch»gleichgültig für den Zweck und die Erreichung desselben; aber es liegt doch mWnicht die Idee des Werkes, so daß nur ein gewißer Stoff für eine gewisse Art r«Merken innerlich bestimmt wäre. Ja so wenig ist hier der Stoff die Hauptsache, Wsogar gefordert wird, die Kunst müße in diesem Gebiet den Stoff gewissermaßen!«Bewußtsein verschwinden machen. — In starkem Gegensätze zu dieser Classe sich»diejenigen Künste, in welchen Stoff und Idee in einer wesentlichen und imiernknüpfung, in einer ursprünglichen, schöpferischen Einheit stehen. Es sind die, MG.Izum Stoff ein schon vorhandenes Leben haben und entweder dies vorhandene rer»kunstmäßig Pflegen, vervollkommnen oder auch auf Grund desselben neue SchöpfmUHervorbringen. Wir können diese Künste, welche es mit dem Lebendigen z» ml