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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Overberg.

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Wen Seele und von großer Weisheit in Anwendung derselben auf die Pädagogik,vortrefflicher Weise benützte er auch den Unterricht im Rechnen zu ErweckungNachdenkens, indem er nicht allein die Gründe des Verfahrens erkennen, sondernwo möglich, die Regeln selbst finden ließ. Ebenso führte er die Elementedir Geometrie und der Physik in die Volksschule ein, und zwar ebensowohl der Be-Wtung halber, die sie als Denkübungen haben, als wegen ihres praktischen Nutzens.

er für Gesang, und deutschen Gesang, wegen der Kürze des Kursus unddich er selbst die Gabe des Gesanges nicht hatte, keine Thätigkeit entwickeln konnte,dauerte er lebhaft.

Nicht ohne Interesse Ware es, genauer zu betrachten, welchen Einfluß die'Schriften des Domherrn von Rochow auf O. ausgeübt haben; wir müßen auf dieseBetrachtung verzichten. Der Zusammenhang zwischen beiden ist übrigens eine aner-ßimtc Thatsache.

k Wie sehr O. auch auf das Nothwendigste in seiner Normalschule sich beschränkenAchte, so arbeitete er doch allezeit auf eine Bildung von innen heraus hin und wußte^ ;u erreichen, daß das Aufgenommcne seinen Schülern die Möglichkeit wohlthätigenWirkens gab und zugleich das Bedürfnis eigener Fortbildung in ihnen rege erhielt.Mtc Schwierigkeiten, welche ihm die Unwissenheit, Roheit und Theilnahmlosigkeit vielerMzlinge stets wieder bereitete, suchte er durch unermüdliche Geduld zu überwinden,Mid es war ihm dann eine hohe Freude, wenn er die Züge seiner Zuhörer sich be-lieben, die Aufmerksamkeit sich steigern, ein richtiges Verständnis sich einleiten sah.per er war auch ganz unwiderstehlich, wenn er am Anfänge des Kursus von derMutung des Lehramts, von dem Verderben, das eine verkehrte Führung desselbenjnichte, und von dem Segen, der ein treues Wirken begleite, mit der ihm cigenthüm-lichen Innigkeit sprach, die jedem Worte Gewicht gab. Kam er dann auf die Grund-sätze des Unterrichts, so wußte er aus dem Schatze seiner Erfahrung so treffende Bei-Mlc zu finden und diese zu so lebensvollen Bildern zu gestalten, daß seine Zuhörerhie aus der eigenen Erfahrung zu schöpfen glaubten und die Regeln vor ihnen ganz^»mittelbar aus Thatsachen sich zu ergeben schienen, dann aber auch um so sichererkein Gedächtnis sich einprägten. Ohne Schwierigkeit war für ihn die HandhabungIfdrr Disciplin. Wenn der ehrwürdige Mann, in welchem heiliger Ernst mit einer wahr-est kindlichen Freundlichkeit sich verband, in den Kreis seiner Schüler trat, drängten"hle der Verehrung und Liebe die schlechten Regungen zurück. Er gehörte eben«z und gar zu den seltenen Schulmännern, die auch ohne berechnetes Thun durch-i stille Macht der Persönlichkeit Herzen gewinnen und bilden, und auch das BöseMelos entwaffnen und sich unterwerfen.

1 Am Schluffe des Kursus erfolgte eine schriftliche und mündliche Prüfung. JeWem diese bestanden war, erhielten die Kandidaten die Befugnis, an Hauptschulen«i Städten oder Kirchdörfern) oder nur an Nebenschulen (in Bauerschaften) als Lehrerwziitreten. Doch galt die Approbation nur für 3 Jahre, nach deren Ablauf jederMer eine neue Prüfung zu bestehen hatte. O. sah in dieser Wiederholung der Prü-Wigm einen Sporn für eifrige Fortbildung; die Milderung dieser Praxis seit 1802der daher nicht nach feinem Sinne. Die rechte Fortbildung schien ihm aber besonders«>m gesichert, wenn zwischen den Lehrern und den ihnen Vorgesetzten Geistlichen dasMe Verhältnis bestehe; er glaubte in dieser Beziehung wargenommcn zu haben, daß»e wider ihre Pfarrer sich Anflehnenden weder die gut unterrichteten, noch die ganz^gebildeten, sondern meist die mittelmäßigen und halbgebildeten Lehrer gewesen. Uebri-Ms benutzten jährlich viele schon eingestellte Lehrer aus eigenem Triebe die Vacanzzeit,Mii Normalcursus bei O. zu wiederholen; von manchem ist das zwölfmal und öfterWehen. Aber er war auch täglich bereit, die Lehrer, welche ihn besuchten, mit RathM Trost zu unterstützen, mit vielen unterhielt er einen Briefwechsel, und schmerzlicheNahrungen, die einzelne ihn machen ließen, hinderten ihn nicht, jedem stets wieder einMes Herz entgegen zu bringen.

l Groß war die Verwandlung, die unter seinen: Einflüsse das Volksschulwesen imlMiißcrlande erfuhr. Die Zahl der Mädchenfchulen vermehrte sich fast um die Hälfteh^vann die Bestimmung ausgedehnte Geltung, nach welcher in einer Gemeinde,Kmderzahl für eine Schule zu groß geworden, die Trennring der Kinder nach