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2 (1879) Lob - Zuneigung
Entstehung
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190
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Anspruchslosigkeit auszcichnete, Vieler Aufmerksamkeit auf sich. 1780 zum W, ,geweiht, hätte er leicht in eine äußerlich lohnende Stellung ciutreten können; chs !

wollte am liebsten für das Seelenheil des armen Landvolks thätig sein und Airmlj jdaher die Stelle eines Pfarrgehülfen in Everswinkel. Hier erhielt er Gelegenheit iReligionslehrer der Jugend eine überaus segensreiche Wirksamkeit zu entfalten- >eben der Ruf, den er dadurch erlangte, hatte die Folge, daß er 1783 doch m ^ §höheren Wirkungskreis versetzt wurde. ' ,

Franz von Fürstenberg war 1762 durch das Vertrauen des Kurfürsten und K, I ,bischofs von Köln Maximilian Friedrich als Minister, geh. Confcrenzrath, Gl«,' ,vicar und Curator der höheren Lehranstalten der eigentliche Regent des HmMMünster geworden und hatte seitdem das durch den siebenjährigen Krieg zmH §

Land durch seine ebenso energische als umsichtige Thätigkcit wieder zu schöner U <

gebracht. Eine besondere Sorgfalt aber hatte er dem Unterrichtswesen zugewandt« sin seiner Thätigkcit für dasselbe die Mittel zu einer Schulordnung gewonnen, dn i igewißer Beziehung als eine epochemachende gelten konnte, zu der 1776 erschi»«! ?Verordnung, die Lehrart in den untern Schulen des Hochstifts Münster betresschtj HAls F. bei der Coadjutorwahl 1780 einem österreichischen Erzherzoge hatte >«i» ?müßen,' wandte er seine Fürsorge nur um so eifriger dem Schulwesen zu, und eie» zdieser Zeit war es, wo er zum erstenmale auf Overberg sein Auge lenkte. Nun«?! -zwar der Versuch, den jungen Priester als Erzieher in ein vornehmes Haus zu» jsetzen, nicht gelungen; als er jedoch 1783 persönlich in Everswinkel den ausgczeich»^ jKatecheten unter den Kindern des Volks beobachtet hatte, duldete er kein Widerstreit jund rief ihn als Lehrer der Normalschnle in seine Nähe. Sie blieben seitdem« >ein Vierteljahrhundcrt innig verbunden. - j

O. verlangte zunächst nur einen Gehalt von 200 Thalern nebst freier Wohi»s jund Tafel im bischöflichen Seminar. Er übernahm dafür die Aufgabe, in iiM sCursus von 23 Monaten alljährlich während der Herbstferien die um ihn >« ssammelnden Schullehrer und Schulamtscandidaten zu rechter Führung des Lehr» ,anzuleiten und mit den erforderlichen. Sachkenntnissen auszurüsten. Zu denen, ireli ,so jedesmal nur für kurze Zeit, aber mehrere Jahre hinter einander seinen Wem jbenutzten, kamen später auch Lehrerinnen, und jene wie diese fühlten sich von» fgeistig-klaren, liebenswürdig-bescheidenen, uncrmüdlich-thätigcn Manne wunderbare Igezogen. Es war aber auch viel zu thun. Bei den während der ersten Jahre W inommenen Visitationsrcisen hatte er von den: Zustande der Volksschulen ei» t ;trübes Bild erhalten und durchgreifende Abhülfe als dringendes Bedürfnis crlw jUnd zunächst mußte er alles fast allein thun. Er unterrichtete täglich 6 Stunde»» iwidmete dann auch noch die Nebenstundcn den Schwächeren, während ein Thcil»Nacht der Vorbereitung auf seine Lcctioncn bestimmt war. Sein Streben grenz m iallem dahin, an die Stelle eines bloß mechanischen Gedächtniswerks klares, PUrichtiges Denken zu setzen. Dazu suchte er nun auch besonders beim Religionsmil irichte anzuleiten, wobei er mit ausgezeichneter Sicherheit und Anmuth die sokriM !Methode zur Anwendung brachte. Daß er bei Anwendung derselben die Fehler mmied, die so vielfach sonst begangen worden sind, darf freilich zumeist der herzU iLiebe zugeschriebcn werden, mit welcher er durch die Religion dre zeitliche und «i !Wohlfahrt der ihm Anvertrautcn zu sichern sich bemühte. Sie trieb ihn, mit sm rUnterrichte auf den Boden der Erfahrung sich zu stellen und für denselben in! !

Kirchenlehre die festen Haltpuncte zu suchen, hiermit aber die Bedürfnisse des GH >und Herzens in Verbindung zu setzen, dafür das Gefühl zu erwärmen und dann^wieder alles Mitgetheilte direct auf That und Leben zu beziehen. Weit entfernt ch! !von trockener Zergliederung der Begriffe und Formeln, gewann er durch die belmW ,Klarheit seines Unterrichts immer auch das Gemüth für die Gegenstände desselmund auch da, wo diese eigenthümliche Schwierigkeiten darzubietcn schienen, hob PWdurch alles Lehren und Thun sich ergießende Liebe zu wahren Ueberzeugungen MWAber auch die übrigen Unterrichtsgegcnstände erhielten durch ihn bildende Kraft. 4l!wurde seine Anleitung zur Lehrtätigkeit besonders dadurch wirksam, daß er die Gn«isätze der Erziehung und des Unterrichts ans der Psychologie ableitete; seine I>»hcrausgegebeneAnweisung znm Schulunterricht" zeugt von tiefer Kenntnis der me»4