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Ovcrberg.
den Geschlechtern gemacht werden sollte. O. zog diese Trennung der andern nachAlter und nach Nassen vor. Er begünstigte daher auch bei den Mädchenschule» d,Anstellung von Lehrerinnen, die nach seiner Ansicht besser stch eigneten, einen wahchijerziehenden Einfluß — und diesen kielt er bei Mädchen sür viel wichtiger als l«Unterricht — zu Heranbildung weiblicher Gesinnung und Sitte auszuüben, allein chdie so nöthige Unterweisung in weiblichen Arbeiten übernehmen könnten; daß Lehren»», Igeringere Ansprüche an das äußere Leben machten und, weil durch Familiensorgm M INebengeschäfte nicht gestört, ihrein Berufe mit größerer Hingebung zu dienen vermochtbetonte er nebenbei auch denen gegenüber, welche die Anstellung von Lehrerinnen kkzu beschränken wünschten. O. erlebte es sogar, daß in Bauerschaften, welche» s«Mittel zur Besoldung eines Lehrers fehlten, Frauen als Lehrerinnen für Mädchen »«iKnaben eintraten, und der Erfolg schien auch diese Einrichtung zu empfehlen.
In nahen Zusammenhang mit seiner Thätigkeit an der Normalschule trat s«Wirken an der Töchterschule der lotharingischen Chorjungfrauen. Denn dahin begltzteten ihn oft die jungen Lehrer, um an seinem Unterrichte in dieser Anstalt — ermaßReligion, biblische Geschichte und Rechnen — ein Muster zu sehen. Und da auchfßStudiosen der Theologie zu diesen Lectionen sich drängten, gewann er mittelbar «Dauf den geistlichen Stand einen sehr wohlthätigen Einfluß. s
Die ganz'eigenthümliche pädagogische Wirksamkeit. die er auf die Mriti» »«1Gallitzin ausübte, wie das edle frcundschaftli
Heiligung gegeben hat, haben wir hier iHause der Fürstin (bis zu ihrem Tode 18
freilich wieder für seine Berufsthätigkeit durch den Verkehr mit den geistvollen Mmenwelche die Fürstin uni sich sammelte, Großes gewonnen. Die Fürstin selbst >»ebenso wie Fürstenberg, der täglich in ihrem Hause erschien, voll Theilnahme silVolksbildung und Volksschulwesen, und der Umgang mit beiden mag viel dazu beizitragen haben, daß O. bei aller Rücksicht auf das Einzelne und Kleine stets has 8m;und Große im Auge behielt.
Dazu hatte er allerdings noch besondere Veranlassung durch die Theilnahmei!den Arbeiten, welche zu gründlicher Erneuerung des ganzen VolksschulweseuS iiMünsterlande namentlich 1799 und 1800 unternommen wurden und als Frucht tiam 3. Sept. 1801 sanctionirte Schulverordnung ergaben, die als eine der vnzchlichsten bezeichnet werden darf. „Ohne das Recht der Eltern zu beeinträchtigen, schsie den Einfluß der Kirche und des Staates auf die Erziehung der Jugend und Mdas stete Fortschreiten der Volksschulen, setzt dieselben in ein naturgemäßes Verhaldiizu den Gemeinden, den Pfarrern und Beamten, sowie zu den Vorgesetzten Oberbehöikund weiset jeden, dem amtshalber eine Einwirkung auf das Schulwesen zusteht, jiErfüllung seiner diesfallsigen Berufspflicht an. Sie wurde nicht bloß den Local«hältnissen genau anpaßt, sondern gieng aus denselben hervor, entsproßte so zu sagen davaterländischen Boden. Daher ihre noch immer sich erprobende praktische Anweudkkeit" (Krabbe). In der Landschulcommisston, welche bis 1816 bestand, hatte ifortwährend eine einflußreiche Stellung. Als in den Jahren der Zerrüttung und kFremdherrschaft auch das öffentliche Unterrichtswesen großen Gefahren ausgesetzt »'«hatte es in O. seine beste, ja fast die einzige Stütze. Er setzte seinen Normalsteunterricht unermüdet fort, sorgte für Wiedcrbesetzung erledigter Stellen und hals«Möglichkeit zu Erleichterung des darbenden Lehrerstandes. 1809 erhielt er, em Ksvor Fürstenbergs Tode, als Regens des bischöflichen Seminars einen neuen Wirk»»;kreis, in welchem besonders die ascetische Leitung ihm zufiel. Auf die jungen Kleiithatte er übrigens schon längst als Lxuminntor Lvuoänlis auch einen wissenschaftlich!Einfluß ausüben können.
Es war nur verdiente Anerkennung, daß er 1816 durch die preußische Regie«zum Consistorialrathe ernannt wurde und damit unter befestigten Verhältnisse» wGelegenheit und Berechtigung erhielt, für das Schulwesen des Münsterlandes thijzu sein. Obwohl bereits kränklich und daher oft gehindert, den Sitzungen der Wrungsbehörde beizuwohnen, suchte er wenigstens durch die sorgfältigsten schristlWGutachten zu nützen. Als das Domcapitel 1823 eine Umgestaltung erfuhr, verschM
len sich geknüpft und beiden immer neue
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