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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Waisenhäuser.

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Me, so fand cs in weiten Kreisen Thciluahme und Unterstützung, bis gegen daSEnde des Jahrhunderts zersetzende Kräfte in der Anstalt zu wirken begannen (Stolzen-iurg, Geschichte des Bunzlauer Waisenhauses, Breslau 1884). Der Neigung, Waisen-iiuser aufzuhcbcn, wirkte einige Zeit doch noch das Streben, mit Reformen zu helfen,mtgegcn, und so kam es hier und da zur Ablösung der Waisenhäuser von den mitMen so lange verbunden gewesenen Armenhäusern oder gar Zuchthäusern, währendNN in andern Städten mit den Waisenhäusern kleine Lehrerseminare in Verbindungtrachte. Aber die Unzufriedenheit mit den Waisenhäusern stieg. Immer wieder zeigteiS sich, daß die in den oft engen und dürftigen Räumen zusammengedrängtcn KinderW Hautkrankheiten geplagt wurden; immer wieder traten auch in der Verwaltungnge Misbräuche hervor, welche die verfügbaren Mittel zersplitterten und die Wohlge-smtcn abgeneigt machten, neue Unterstützungen zu gewähren. Da gewann die Frage,kt cs nicht besser sei, die Waisenhäuser als geschlossene Institute ganz aufznhebcn undhe Waisen in Familicnpflegc zu geben, mehr und mehr an Bedeutung. Allein überhe Art der Ausführung kam man nicht so leicht zu befriedigender Uebercinstimmung.«ährend die einen für Unterbringung der Waisenkinder in Stadt und Land sich er-kälten, wollten andere sie nur auf dem Lande erzogen wissen; noch andere verlangten,lih man sie an ihren Geburtsorten lasse, wieder andere empfahlen, daß man sie inmm Landstädtchen einzelnen Familien übergeben, aber unter die Aufsicht eines Jn-hectors und eines Arztes stellen solle. Es ist nun gewiß nicht zu leugnen, daß beide» Verdammungsurtheilcn, welche damals über die Waisenhäuser ausgesprochen wurden,Mnihropistischer Eifer großer Unbilligkeit sich schuldig machte. Die Waisenhäusermrden als Mördergruben, als Lazarethe bezeichnet, in denen die armen Kinder elendiglichMrben oder doch den Keim der Krankheit für das ganze Leben in sich aufnähmcn;m» nannte ihre Zöglinge Geschöpfe, die unter liebloser und sorgloser Verwaltung durchZchnuih und Krätze, durch schlechte Kost und geheime Sünden bleiche, abschreckendeEbenster würden, während sie doch zu Christen, zu brauchbaren Bürgern, zu tüchtigenNmsche» gebildet werden sollten. Dagegen schwärmte man für die Erziehung auf demümde und in wackeren Familien und sah hier überall Bilder der Unschuld, der Einfalt,dir Herzensgütc, des stillen Gedeihens. Anders lag die Sache, wenn, wie in Stntt-zirt, die Ueberfüllung des Waisenhauses darauf leitete, neben der Erziehung in derWalt noch die in zuverläßigen Familien der Umgegend einzuführen. In denbthelischen Ländern ist gerade während des 18. Jahrhunderts manches bedeutende fürLHiipflege geschehen. Großes hat in dieser Beziehung Maria Theresia gethan.Msührliches bei v. Gens au, Geschichte der Stiftungen, Erziehungs- und Unterrichs-ichalten in Wien 322 ff. und v. Heifert, die Gründung der östcrreich. Volksschuletimh M. Theresia 100 ff. Vgl. auch Rieder, Jgn. Parhamers und F. A. MarxensUm und Wirken. Wien 1872.) Kaiser Joseph II. war den Waisenhäusern wenigzaieigt. Nur dem neuen Waisenhause in Prag, das er selbst besuchte, bewies er großeskertraiien; er sagte beim Abschiede: O'est tu Premiers maison äs eette serte, gusje trauvö en orckre.

Während nun aber im ganzen für die Waisenhäuser eine Zeit der Ungunst gckoin-« war, begann derjenige, dessen Thätigkeit von epochemachender Bedeutung für Er-dung und Unterricht werden sollte, sein Wirken mit edelster Selbstverleugnung unterX» Waisen von Stanz. Und die von Pestalozzi ausgehenden Impulse sind mehrfach»H der Waisenpflcgc zngutgekommen. den Anfängen unsers Jahrhunderts faßte«n immer entschiedener die dabei zu lösende Aufgabe als eine pädagogische auf. Eben-ichalb wurde einerseits die Trennung der Waisenhäuser von Zucht- und Versorgungs->»jialten vollständiger durchgeführt (vgl. Sch äff er 103 ff.), andererseits aber auchXe auf Unterbringung der Waisen in Familien gerichtete Frage mit noch größeremNdruck erörtert. Dabei kam es doch auch wieder zu Gründung neuer Waisenhäuser.« auch manche schon bestehende Waisenhäuser erhielten damals nicht unbedeutendeMrpühungcn. Von eigcnthümlicher Bedeutung war cs, daß einer der eifrigstenWnde Pestalozzis, Wilhelm von Türk, zwei neue Waisenhäuser, das Civilwaiscnhaus!i Eam und das Waisenhaus zu Klein-Glienicke bei Potsdam, begründete und"mssähig machte (s. Leben und Wirken des Negierungs- und Schulraths W. v. T.,Xinhm selbst niedergeschricbcn, als ein Vermächtnis an die von ihm gegründeten Waisen-