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Vaterlandsliebe.
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ile gefördert^ hat. In dem Lesebuch muß bei der Auswahl deutscher Dichtungen,räche den Lochülcrn als bleibendes Vermächtnis von der Schule mitgegeben werdenim Gegensätze zu der vielfach sich geltend machenden Neigung, auch hier immer„it dem Neuesten aufzuwarten, der Grundsatz maßgebend sein, daß für die Zeigend«d das Volk das Beste gerade gut genug ist. Bei den schriftlichen Ausarbeitungenwelche den Schülern aufgcgcbcn werden, kann und soll deren vaterländische Ge-Mimg nicht allein durch die Wahl patriotischer Stoffe, sondern auch dadurch gepflegt«rdcii, daß man deutsche Knaben und Jünglinge nicht — im Widerspruche gegentaiislbe Art — verleitet, über Dinge, von welchen sie nichts rechtes wissen können,m Teclamationcu sich zu ergehen, sondern sie auleitet, über das, was ein Gegenstandjsrer eigenen Erfahrung und lebendigen Theiluahme ist, mit Klarheit und Wärme sichMzusprechcn. Durch solche Mittel wird die Vaterlandsliebe nicht bloß quantitativzcheigert, sondern auch qualitativ bereichert werden. Sic wird, so gepflegt, nicht in«ler Selbstüberhebung sich aufspreizen, um andere Völker zu verachten, sondern dieägnithümliche Art des eigenen Volkes erkennen, schätzen und lieben lernen, dadurchM auch das Verständnis für die Eigenthümlichkeit anderer Völker sich selbst undkimt dem deutschen Volke einen Vorzug bewahren, welchen cs stets vor andern vorauszchabt hat (vgl. Vilmar, Literaturgeschichte II. S. 126). Denn mit Walther vontu Logelweide sollte jeder Deutsche auch ohne in Wirklichkeit große Reisen gemachtj« haben, sagen können: „Ich hün lande vil gesehen und nam der besten gerne war,"i!cr freilich, um zuletzt zu schließen: „Tiutschiu zuht güt vor in allen!" (Vgl.K. v. Raumer: der Unterricht im Deutschen, im 3. Bande von K. v. RäumersWichte der Pädagogik. — O. Sutermeister, Drei deutsche Sprachen. Literarisch-stiagogische Skizzen. Zürich 1859. — G. Weber, das vaterländische Element inR deutschen Schule. Leipzig 1865. S. 35 ff. — Hildcbrand, vom deutschenSprachunterricht in den Schulen. Leipzig 1867. — A. Richter, der Unterricht indir Muttersprache und seine nationale Bedeutung. Leipzig 1872.)
„Ich hün Lande vil gesehen" — das führt uns weiter auf die Bedeutung desgeographischen Unterrichts für die Weckung und Pflege der Vaterlandsliebe.Ein deutscher Lehrer der Geographie wird von den Wanderungen in andere Länder»»d Welttheile, wie sie der Deutsche in Wirklichkeit und im Geiste jederzeit gerneMenwmmen hat, mit Freuden zum Vaterlande zurückkehren, um seinen Schülern zuzagen, was eS wcrth ist, ein wohl abgerundetes und innerlich reich gegliedertes undich eng verbundenes großes Vaterland zu haben; wie die natürliche Grenze, welchekolk vom Volke scheidet, nur durch die Volksthümlichkeit und deren unmittelbarsteniluödruck, die Sprache, gezogen wird; wie die politischen Verhältnisse, durch welcheliisc natürliche Grenze vielfach verschoben worden ist, ihre geschichtliche Berechtigungsibm, was es aber zu bedeuten hat, daß wir gegen den Nachbar im Westen sicherereEmizen gewonnen haben, als wir sie bisher hatten; wie aber hier und nach denÄitkn hm, wo solche Grenzen fehlen, das deutsche Volk selbst gerüstet sein muß, denhastigsten Wall gegen feindliche Angriffe zu bilden. Innerhalb dieser Grenzen nunÄt sich uns ein Land dar, in dessen Beschaffenheit der reflectirende Verstand GründeMg auffindcn kann zur Erklärung und Befestigung der natürlichen Anhänglichkeit,»klche ms an diesen Boden fesselt. Durch seine Structur und sein Klima wirda zu einem rechten Repräsentanten der Vorzüge, durch welche die Länder der ge-wagten Zone sich auszcichncn. Für die Poesie seiner Wälder, seiner Berge undÄröme, seiner Rebenhügel und Meeresküsten bieten fruchtbare und wohlangebanteNenen eine nicht zu verachtende reale Grundlage. Eben um der durch die Verschieden-em dieser Verhältnisse mitbedingten Verschiedenheit der Stammesart willen sind dieMinen deutschen Stamme ans treues Zusammenhalten zu wechselseitiger Unterstützungvd Ergänzung angewiesen. Der HeimatS künde im engern Sinne liegt die Sorge«sür ob, daß die Jugend in ihrer nächsten Heimat wirklich von Herzen heimisch werde,I>s lieb behalte und ihrer Vorzüge sich freue, doch immer so, daß nicht vergessen wird,s»e hinter den Bergen auch Leute wohnen. Und wie hinter den Bergen Leute wohnen,hat es auch im fernen Hintergründe der Zeiten schon Leute gegeben! Der geo-Mhische Unterricht hat darauf Bedacht zu nehmen, daß im Herzen der Jugend Ver-»mdnis und liebevolle Theiluahme für das erweckt werde, was in Burgen und Städten