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Unterrichtsgegenst ände.
zu werden. Da die Sprache das Organ für den geistigen Verkehr der Menschen u»tceinander ist, so kommt es nicht nur aus das Verständnis dessen an, was andere«sprocheu und geschrieben haben, sondern auch auf die mündliche und schriftliche Hi»,zhabung der Sprache. Am entschiedensten gelangt diese praktische Seite des SprackUnterrichts, dem sich in dieser Beziehung auch das Schreiben, und zwar nicht „indas Schönschreiben und Rechtschreiben, sondern auch die sogen. Stilübunanschließt, bei der Muttersprache zur Geltung, nächst ihr aber auch bei denjenigefremden Sprachen, welche vom Zöglinge im menschlichen Verkehre angewMalso gesprochen oder geschrieben werden sollen. An die Uebungen im mündliche,sGebrauche der Sprache, im Declamiren und im freien Vortrage, schlichtst 'endlich der Gesangsunterricht. Auch der Gesang ist eine Sprache, und noch dazeine solche, die vom Herzen zum Herzen geht, also Interesse und Theilnahme weckt?
Für die naturwissenschaftliche Richtung des Unterrichts bildet das Hauptfach diNaturkunde (das Wort im weitern Sinne genommen), welche den Schüler mNaturgegenständen und Naturereignissen beschäftigt. Auch sie weiß alle Interesse»von dem empirischen bis zum religiösen, in Bewegung zu setzen. Der naturkund-liche Unterricht hat es nicht bloß mit der theoretischen, sondern auch mit deästhetischen, poetischen und religiösen Naturbetrachtung, die Naturwissc»schaft hätte es nur mit der theoretischen zu thun. Gegen die Gefahr der Zerstreuung, welche zur Vielseitigkeit des Interesse im Gegensätze steht, ist es nöthibei der Auswahl des naturkundlichen Unterrichtsstoffes den Zweck des erziehenden Unternichts überhaupt und den des naturkundlichen Unterrichts insbesondere streng im Hzu behalten. Aus dem Zwecke des erziehenden Unterrichts folgert die Didaktik,sich derselbe auf das Elementare und Fundamentale zu beschränken und alle Vereinze-lung des Wissens zu vermeiden hat. Die Aufgabe des naturkundlichen Unterrichts hles, Erfahrung und Umgang im Gebiete der Natur zu ergänzen. Aus beide» Zweck-bestimmungen lassen sich leicht Folgerungen ziehen, wie die, daß der naturkundlichUnterricht von der Betrachtung unserer eigenen Natur und der Heimat auszugehen hatund den Horizont des Schülers erweitern muß, soweit es dessen Individualität gestattedaß er seinen Stoff der Anthropologie, der Zoologie, Botanik und Minera-logie, der Physik und Chemie, sowie der Geographie entnehmen, daß ihdas Streben nach systematischer Vollständigkeit sernbleiben muß, aber die Einheit nichverloren gehen darf. Die Geographie ist übrigens jedenfalls ebenso gut aus diegeschichtliche, wie auf die naturwissenschaftliche Seite des Unterrichts zu stellen. WelchBedeutung sie gerade darum für die Concentration des Unterrichts hat, gehört nichhieher. — In ähnlicher Weise, wie durch den geschichtlichen der Sprachunterricht, wirddurch den naturkundlichen der mathematische Unterricht bedingt. Atlerdingkann der Unterricht den naturkundlichen Lehrstoff nicht durchweg und nicht auf alleStufen und in allen Schulen in der Weise der wissenschaftlichen Physik, Mechanik oderAstronomie behandeln; aber nirgends darf es an genauen Bestimmungen durch Zähleund Messen und Wägen fehlen. Hieraus ergiebt sich, daß der mathematische undRechenunterricht in Beziehung auf Zahl, Gestalt und Bewegung die formal«eite des naturwissenschaftlichen Unterrichts bilden. Die Auffassung der Gestalt vcrrlangt ferner eine Ergänzung durch das Zeichnen. Während Mathematik und Rech«nur der theoretischen Naturbetrachtung dienen, steht das Zeichnen auch mit der ästhetische«in Zusammenhang. Auch dem mathematischen, dem Rechen- und Zeichenunterrichte istan sich ein pädagogischer Werth zuzuerkennen, wenn er auch bei diesen Fächern mchhauf einer gleichen Vielseitigkeit wie beim Sprachunterrichte beruht. — Zur Natur Mhört auch unser eigener Körper. Er ist das Organ, um auf die Außenwelt zu wirke«und um diese auf uns wirken zu lassen. Diesem Doppelzweck dient in umfassende?Weise der Turnunterricht, die Gymnastik, welche besonders dazu geeignet ist, dasfür die Bildung unseres Willens erforderliche Wissen von dem Können unseres Körper«hervorzurufen, und außerdem als ein Mittel nicht nur des Unterrichts, sondern a»Äder charakterbildenden Zucht erscheint. , >
Den Stoff des Religionsunterrichts bilden die biblische und ^ zgeschichte, die heilige Schrift und die kirchlichen Bekenntnisschriften, sowie das Kirche»?lied. Alles dies fällt dem Geschichtsunterrichte, in dem weiten Sinne, in welchem er