Unterricht.
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^ hie absolut nichts zur Bildung beitragen, die also des Wissens nicht Werth sind,tz/möchten daher den Satz von Stoy lieber in folgenden Kanon nmsetzen: vom,1 bricht soll ausgeschlossen sein 1) was zur gegebenen Zeit, im gegebenen Alter desMlers noch keinen Bildnngswerth sür ihn hat, weil es seiner Fassungskraft undWem Interesse noch zu ferne liegt; und 2) was zwar gewußt werden soll und muß,D sich dem Kinde durchs alltägliche Leben von selbst in genügender Weise bekannt«Mund einprägt. Aber auch wenn diese Grenzpfählc gesteckt sind, ist das Gebietta imtzutheilenden Wahrheit noch ein unendlich weites und mannigfaltiges, und wirMen, um uns zu orientiren, doch eine Ucberstcht und Ordnung, also einen Einthei-lmM'nnd für die Gegenstände zu gewinnen suchen. Den richtigen Blick hat hierinßjmser bewiesen, der (Divinität II. S. 11) von dem Grundsatz ausgehend, daß dietan Menschen im allgemeinen nöthige Kenntnis die Kenntnis seines Verhältnisses« Natur und zur Gottheit sei, zu der Folgerung gelangt: die Gegenstände desUmschenunterrichts sind also drei: die Natur, Gott, und in der Mitte der Mensch,«as nun aber von den auf jenen drei Wissensgebieten möglichen Kenntnissen jederAltersstufe und jeder Gattung von Untcrrichtsanstalten zuznweisen, wie viel von jedemtchelben als Minimum von jedem Volksgenossen gefordert, also auch von den niederstenManstalten dargeboten werden mäße, in welcher Form auch derselbe Gegenstand fürmschiedene praktische Bildungszwcckc behandelt werden mnße: das ist niemals absolutmd für alle Zeit fcstzusctzen; wie es vom Fortschritt der Wissenschaften selber abhängt,je auch von: jeweiligen Stand der Lchrknnst, und selbst sehr materielle Rücksichtenkeimen ins Spiel kommen, da die Ausstattung der Lehranstalten auch auf die Zahl derkchrsächer und ans die Gewinnung tüchtiger Lehrkräfte influirt.
Was die dem Inhalt des Unterrichts, wie der Fähigkeit des Schülers entsprechendeKenn der Belehrung betrifft, so ist das hiezu Gehörige großentheils schon in demArt, Methode anseinandergesetzt. Es wird übrigens von manchen Didaktikern, undsicht ohne Grund, die Lehrform von der Methode unterschieden, so nämlich, daß jene„m einen Theil von dieser bildet; es wird dann (wie von Zerrcnner, von Denzel)ter Lehrform als ihr Correlat der Lehrgang gegenüber gestellt. Es ist wohl einergenaueren Ansdrucksweise gemäß, die Untcrrichtsform nur auf die Art und Weise zubeziehen, wie der Lehrer die eben zu übermittelnde Wahrheit dem Schüler beibringt.Hiezu stehen ihm mehrfache Wege offen, die er je nach der Natur des Gegenstandes,nach der Dualität des Schülers und nach seinen: individuellen Geschick entweder con-slant oder abwechselnd cinschlagcn kann. Nachdem er nämlich — was zur Methodeim engeren Sinn, zum Lehrgang gehört — die Masse des Stoffs in dessen Elementezerlegt und zum Behuf der Mitthcilnng geordnet hat, verfährt er 1) entweder einfachleckend; er erzählt, beschreibt, oder wenn er etwas vorzeigt, so erklärt er dieses. Einezusammenhängende, umfassendere Darstellung dieser Art gestaltet sich zum förmlichenBortrag, der aber, je umfassender er anssällt, um so gereiftere Schüler voraussetzt.Nenn wir dabei von der Universität abschen, so ist auf allen Stufen des Unterrichtsein freier Lehrvortrag entschieden und unnachsichtig zu fordern. — Oder 2) wird^tem Schüler ein Lehrbuch in die Hand gegeben, aus dem er sich selbst unterrichten soll/las also die Stelle des Lehrers vertritt und diesen: vielleicht eine große Mühe erspart,namentlich da, wo der Schüler feste Formeln in sich aufnchmen und zugleich demGedächtnis einprägen soll. Des Lehrers Sache ist dann (außer der Wahl des Lehr-buchs, die aber in der Ziegel und aus guten: Grunde nicht den: einzelnen Lehrer an-beimgegcben ist) ckie Bestimmung, was der Schüler darin lesen und sich cinprägen soll,dann die mündliche Erläuterung und Ergänzung, sowie das Abhören des daraus Ge-läuten. (Vgl. Rosenkranz, die Pädagogik als System S. 95 ff.) — Als ein Sur-rogat des mangelnden Lehrbuchs kann das Dictiren gelten, sofern es dem SchülerMn Lehrstoff in zusammenhängender Darstellung in die Hände geben will, den ersosort selbst durchdenken und sich einprägen soll; der Gebrauch des Dictats ist dannderselbe, wie der des Lehrbuchs. 3) Verhält sich den obigen Formen des Unterrichtsgegenüber der Schüler wesentlich empfangend, so tritt diesem Verfahren das andere zurEcke, wodurch der Schüler die Wahrheit, die er sich aneigncn soll, selbst gleichsamentdeckt. Empfangend, verhält er sich freilich auch in diesen: Fall, denn die WahrheitP ihn: auch so ein Objectives, das er nicht selber macht, sondern nur findet; und der