Tadcl.
Tanzen.
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wdere cmporgcbobene Persönlichkeit Gefahr läuft, im Wohlgefallen an sich selbst dieklilickc Spannkraft zu verlieren, welche durch die Erkenntnis von der Höhe der Auf-uft gewonnen wird, so geht durch die stets sich erneuernden Eindrücke von der Unzn-l-mlichkeit der eigenen Person und Leistung das Selbstvertrauen, die Zuversicht, dasW zu erreichen, verloren. Schließlich ist es eine durch das Beispiel Christi und derMel geheiligte Regel, nicht eines ohne das andere wirken und insonderheit eher demUcl das Lob vorangehen zu lassen, als umgekehrt, denn durch das Lob wird daswn für den Tadel geöffnet; das dem Tadel nachfolgende Lob wird entweder nichtmhr angenommen oder es bleibt als letzter Eindruck stehen und wirkt eine Sclbst-ksnedigung, die nicht beabsichtigt war.
Tafelrechnen, s. Rechenunterricht.
Takt, s. Erziehungstalent.
Taktschvcilicn, s. Schreibunterricht.
Talente, s. Anlagen, Erziehungstalcnt.
Tanzen ist der Ausdruck erhöhten Lebens, besonders einer freudigen Erregung-z Gcmüthes, die Füße, Hände, ja alle Theile des Leibes in Mitbethätigung zieht.ÄS aber diesen Ausdruck der inneren Lust und Freude in allerlei Bewegungen erst»Tanz macht, ist das Gesetz und Maß in Form und Zeit, nach demie inneren Vorgänge ihren Ausdruck finden. Der Tanz wird so in der oder jenermn Sitte, ja er steigert sich bis zur Kunst, die den menschlichen Leib selbstls Stofs einer lebendig-plastischen Darstellung geistiger und gemüthlicher Vorgänge«endet.
Der Tanz ist in der menschlichen Natur begründet und hat darum, wie jedest, seine natürliche Berechtigung. Wie er sich nun aber gestalte, das hängt vonim Inhalte dessen ab, was Geist und Herz bewegt. Die Tänze sind darum je nachr Verschiedenheit des Geistes und der Bildungsstufe der Völker sehr verschieden. Immzen zeigt sich auch bei dieser Kunst derselbe Gang, wie er bei den übrigen Künstenmesm: sic war anfangs im Dienst der Religion und Kirche, hat sich aber mehr undehr davon cmancipirt und verweltlicht. Wie sich die Tänze früher an die Höhe-unctc des kirchlichen Lebens angeschlosseu hatten, so schloßen sie sich, späteriidieHöhepuncte des gesellschaftlichen, Familien- und Naturlebens, an Hoffeste, Jahrestage von Fürsten, Frühlings- und Herbstfeste, Ernte, namentlich)ochz eiten. Verfolgt man den Gang der Tanzsitte, so ist ein gewißes Sinken der-ibm in Beziehung auf Würde, Zierlichkeit, charakteristische Bedeutung und also Kunst-a!h unverkennbar. Und noch ein Umstand drängt sich dem Beobachter auf: Dieuizeiiden waren früher gewöhnlich nach den Geschlechtern verschieden. Nachd nach ist die Vereinigung von Personen verschiedenen Geschlechts beim Tanze Regelmorden, und so ist denn auch das Verhältnis der Geschlechter zu einanderu eigentliche Inhalt fast aller unserer Tänze. Der Tanz stellt uns symbolisch undrhr oder weniger künstlerisch vor Augen das Spiel der Ges chlechtsliebe. Diesder Nerv, der Hauptreiz, der eigentliche Lebenspunct unserer heutigen Tänze. Dieserm> unserer Tänze darf nicht aus den Augen gelassen werden, wenn es sich um dieütliche Würdigung des Tanzens überhaupt und um dessen pädagogische'iirdigung für die Jugend insonderheit handelt.
Vom natürlich-sittlichen Standpunct aus hat das Tanzen, ideal angesehen,o diel Recht als jede andere Kunst, jedes andere Spiel. Es wird aber um so be-"''her und gefährlicher werden, je mehr eS den Charakter der Kunst verleugnet, je
j Bergt, die Art. Schulstrafen, Strafe. Vortrefflich sagt Kühner, Pädagog. ZeitfragenWiilsurt 1863. S. 69): „Die Liebe der Mutter spricht mit Ton und Btick, aber wenig ausmilchen, noch weniger aus verzärtelnden Worten. Sie ist kurz im Tadel, noch kürzer imsie straft durch Schweigen schmerzlicher, als durch Zanken, und lohnt durch ein Lächelnals durch Worte." Ebendaselbst S. 26 führt Kühner aus der elastischen Schilderung desvaoulieniebens von Fr. Jacobs (Personalien S. 7) eine Stelle an, welche die beste.«diMg dxr Strafpredigten enthält, wo er sagt: „Die Achtung, welche die Eltern den Kindern"Wen, ersparte jenen viel Ermahnen, Lehren, Predigen: das wohlfeilere, meist aber kraftloseNWt der praktischen Erziehungskunst."