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Tabakrauchen.
Tadel.
landes zu opfern? Die Wirkung auf die Jugend käme naturgemäß keine elkliche oder wesentlich in die Augen fallende sein. Im schlimmsten Falle bleibt dBewußtsein, das Seine gcthan zu haben.
Tabellarische Methode, s. Felbiger.
Tadel — das mißbilligende, ineist einen sittlichen Vorwurf in sich schlies-end,Urtheil über die Leistungen eines andern, bildet die Vorstufe der eigentlichen Suaund unterliegt daher denselben Grundsätzen, wie diese. Er ist von der Ausstelludarin verschieden, daß letztere bloß auf das Zurückbleiben der Leistung ihr Augenmrichtet, während der Tadel die Person des Leistenden mit ansieht, das Mangelhasseines Thuns auf einen Mangel an sittlichem Willen zurückführt und ihn also ^schämt. Der Tadel ist das Gegenstück zum Lob (s. d. Art.), wie die StrafeBelohnung. Er sucht die Willenskraft desjenigen, an den er sich wendet, zu weckehat also nicht nur die genaue Abwägung sowohl des persönlichen Könnens, als ichgestellten Forderung zur Voraussetzung, sondern ist auch mit besonderer Erwägung dermöglichen Folgen anzuwendcn. In ersterer Beziehung wird eS namentlich daraus an-kommen, daß der zu Tadelnde die Ueberzeugung von der Gerechtigkeit des ihmmachten Vorwurfes haben muß. Denn „ein einziges Wort ungerechten Tadels sch»mehr, als hundert Worte gerechten Tadels wieder gut machen" (Curtman). Nübrigens, wie bei jeder Strafe, so auch beim Tadel manchmal die Selbstgerecht^und Eigenliebe den Eingang zu verschließen sucht, so ist die Anerkennung dcr'iIrecht!gkeit des Tadels von Seiten des Betroffenen nicht schlechthin zu erwarten, viemehr wo jene nicht erfolgen will, u xnxu mulo inkormuko nä melius inkorwaiMzu appelliren und die Empfindlichkeit, welche den Tadel entweder offen zurückwcroder durch die Zeichen der Verstimmung ihm Schranken zu setzen hofft, geradezu Kl-ein weiterer Zeuge für die Berechtigung des Tadelnden zu behandeln. Denn die lscheidene Selbstachtung, die sich in dein ruhigen und ehrerbietigen Versuche der!fertigung und Entschuldigung ausspricht, geht niemals bis zur persönlichen Misstimmu»selbst wenn der Tadel unverdient war. Und ein gerechter, in den Formen der Mäßig»angebrachter Tadel wird von einem sittlich richtig verfaßten Gemüthe als Wobltsempfunden (Ps. 141, 5). Der Empfindliche dagegen verbindet das Interesse sei»Person mit dem gemachten Fehler; die Beseitigung des Fehlers erscheint in dem Spicgder Selbstliebe wie eine Aufhebung des gestimmten persönlichen Werths. Andrcrseihat der Tadelnde eben die Persönlichkeit an sich von dem einzelnen Gebreche» etFehler zu unterscheiden. Der Tadel richtet sich nur auf den einzelnen Wille«nicht auf den Willensgrund der Person, und selbst wenn es sich um eine gä^Veränderung der sittlichen Lebensrichtung des Getadelten handelt, so muß der )rizum Guten als das eigentliche Selbst des Menschen, das Schlimme als etwas Hinzgekommenes, dem besseren Ich selber lästiges und widerstrebendes vorausgesetzt werdeDiese Voraussetzung gicbt dem Tadel jene wohlwollende Art, durch welche er sieinem der Wahrheit nicht ganz entfremdeten Gemüthe als eine Wohlthat empßeh!während jedes Zeichen von Geringschätzung oder gar Verachtung, jede Bitterkeit MGrobheit die entgegengesetzte Wirkung hat. Eine besonders zu vermeidende Art dckGeringschätzung ist der L>pott, der den Getadelten dem Gelächter preis giebt, e».Stellung, welche von schwächeren Charakteren, daher namentlich auch Kindern, meischwerer ertragen wird, als eine zu harte Züchtigung. Nicht als ob die Ironie»Erziehungsmittel gänzlich zu verwerfen wäre; aber sie muß mit viel Vorsicht und imin heiterer als strenger Weise zur Anwendung kommen, wenn sie ihren Zwecks»verfehlen soll. Hinsichtlich des Gebrauches, der vom Tadel zu machen, ist ferner Sst.samkeit eine wesentliche Bedingung seiner Wirksamkeit. Während die Ausstellung mLeistung des Zöglings ununterbrochen begleitet und bis ins Kleinste sich erstreckt, tider Tadel wie das Lob nur verhältnismäßig selten zur Anwendung kommen. 0» §hört zur Erzieherweisheit, an der rechten Stelle auch einmal etwas übersehen zu ko«nicht unerbittlich alles zu bemerken und zu rügen. Wird die WillensthätigkenZöglings durch ein verwerfendes Urtheil allzuhäusig in Anspruch genommen, so soAbstumpfung und Erschlaffung. Das zu häufig beleidigte Selbstgefühl ebensodas zu unzart geweckte Gewissen findet sich in die Erfahrung solcher Hemmungen >geht in Gleichgültigkeit über. Wie die durch Lob oder Belohnung über sich Ms