Sudjectivität.
Lucccsjivcr Unterricht.
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rorzubmiten, so muß auch in der Familie ein warmes und lebendiges Interesse für, zicligien und Kirche, für Volk und Vaterland wohnen und in dem HeranwachsendenMlechle gepflanzt und gepflegt werden.^ So wird dann die selbstsüchtigflirte Lubjectivitnt zur Individualität verklärt, in welcher der Einzelneskin eigenthümliches Wesen als ein lebendiges Glied des Ganzens ,,»d im freien Gehorsam gegen das höhere Gesetz desselben entfaltet.
! Subsellien, s. Schulgeräthschaften.
j Snccessiticr Unterricht. Der successive Unterricht besteht darin, daß nichtstimtlichc Untcrrichtsgegeustände gleichzeitig gelehrt werden, so daß dem einzelnen nnrkmze Zeit gewidmet werden kann, sondern daß sie in einer zweckmäßigen Aufcinander-ßlge an die Reihe kommen, so daß jeder einzelne während dieser Zeit mit größererStinke auf den Zögling cinzuwirkcn vermag. Das Interesse, welches Herbart alsj imbende Kraft in der Pädagogik betont hat, erfordert Vielseitigkeit und dieser stehtl ebenso sehr die Einseitigkeit, als die Zerstreuung gegenüber (Umriß pädag. Vorl. 65).
Ilm die crstere zu vermeiden, darf keine der durch die UnterrichtsgegenstLndc vertreteneni pimptrichtnngen der geistigen Bildung jemals ganz unberücksichtigt bleiben, und jedei derselben muß in der entsprechenden Stärke und in der angemessenen Form vertreten' sei». Dies wird jedoch nicht hindern, daß z. B. das realistische Element das einei «l vorzugsweise durch die Naturgeschichte, das andre mal durch die Geographie ver-treten ist. — Aber auch der Zerstreuung ist cntgcgcnzuarbeiten und daS gerade ist derHauptzweck des successiven Unterrichts. So muß cs mit Recht bedenklich erscheinen,s mehrere fremde Sprachen zu gleicher Zeit anzufangcn. Die in der einen Stunde er-! lernten Eigeuthümlichkeitcn werden natürlich mit denen in der andern verwirrt, so daßs die gewonnenen Vorstellungen zu keiner Klarheit und Sicherheit gelangen. Ebensohindert die Zersplitterung auf zu vielerlei Gegenstände, daß für dieselben dasjenigeInteresse geweckt werde, welches allein den Unterricht innerlich erfolgreich macht. Sprichtdies für einen successiven Unterricht, so ist daneben nicht zu vergessen, daß „Eintönig-keit ermüdet". Daher darf der einzelnen Disciplin auch nicht zu viel Zeit zugestandenund der Unterricht in einem Lehrgegenstande nicht zu lange ohne Unterbrechung fort-gesetzt werden. Wenn mehrere Stunden hinter einander derselbe Gegenstand behandeltwird, wenn infolge hievon in einem und demselben Fach zu viele Einzelheiten hinterMander gehäuft werden, so ist dieselbe Gefahr der Zerstreuung vorhanden, wie wennzwei ganz differente Unterrichtsgcgcnstände neben einander auftretcn. Es ist durchausiwthwendig, daß dem Schüler Ruhepnncte der Entwicklung gewährt werden (Herb.8.15); es muß dafür gesorgt werden, daß das Erlernte verdaut werde. — Diesdürsten die beiden GesichtSpuncte sein, die den successiven Unterricht einerseits empfehlen,andrerseits ihm das nöthige Maß verschreiben. Es fragt sich nun, wo und in welcherI Ausdehnung derselbe zur Anwendung kommen könne. Dies wird geschehen einmal bei
- der Entwerfung des Lehrplanes, dann bei der Entwerfung des Lections-
s planes, endlich bei der Vertheilung des einer Classe zugewiesencn Pcn-
i stnns auf die für dasselbe bestimmte Zeit, indem ein solches Pensum oft mehrere
i heterogene Theile aufweist, z. B. Grammatik und Lectüre.
i Bei der Entwerfung des Lehrplanes wird vom Standpuncte des successivenj iiiüerrichtes aus empfohlen, gcwißc Disciplinen, denen nur eine geringe Anzahl vonStunden zngewicsen werden kann, zeitweilig ganz ruhen, sie dagegen zu andrer Zeitui verdoppelter Stärke eintrcten zu lassen (Herb. 133). Raumer spricht sich sehr
- entschieden dafür aus (s. d. Art. Lehrplan S. 849). In dem eben citirten Artikelwurde erwähnt, daß sich die in Frage stehende Einrichtung factisch theilwcise nicht be-währt habe. Es wird dabei natürlich sehr darauf ankommcn, ob im einzelnen Fallder betr. Unterricht durch die Art seiner Behandlung auch „Interesse" zu erwecken ver-
! wogend war. Denn das wirksamste Moment für die Aufnahme eines neuen oder die! Moeiternng eines früheren Pensums ist das Interesse der Jugend, mit dem dieselbe! sreudig bereit ist, den zeitweilig unterbrochenen Gegenstand wieder aufzunehmen. Dies
> ^ chiert den Unterricht mehr, als eine Menge aufgespcichcrtes Material, welches ohne! Mache erlernt ist und einer fortwährenden Behütung bedarf, um nicht verloren zu! SM, und welches vielleicht den Revisor augenblicklich besser zu befriedigen vermag,
> !>lr die geistige Ausbildung selbst aber keinen erheblichen Werth hat und später der