Schiller.
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des Mannheimer Intendanten von Dalberg verdankte, und aus dem Jrrsal vergeb-licher'und unsteter Wanderungen nach Sachsenhausen und Dggcrsheim heraus, währendidesen er gleichwohl die geniale Kraft hatte, „die Verschwörung des Ficsko" zu voll-enden und „Luise Müllerin" zu beginnen, sand er (December 1782) ein Asyl aufldcm Gute der Frau von Wolzogen, Bauerbach bei Meiningen, wo er Muße sand,nicht allein das zuletzt genannte Trauerspiel, welches bei seiner Herausgabe auf Jff-lands Veranlassung den Titel „Kabale und Liebe" erhielt, zu vollenden, sondern auchMan und einzelne Scenen zu „Don Karlos" zu entwerfen. Doch bald zog es ihnwieder in die Nähe der Bretter, welche die Welt bedeuten. Am 27. Juli 1783 kam!er in Mannheim an, und es gelang Dalberg, den hülflosen Dichter durch einen Con-tract bei welchem die Kasse des Theaters viel und die Schillers blutwenig gewann,ans beinahe zwei Jahre der Mannheimer Bühne dienstbar zu machen. Daß übrigensdiese sorgenvolle Dienstbarkeit die Schöpferkraft seines Geistes nicht zu dämpfen ver-mochte, bezeugt das Erscheinen des Fiesko (Anfang d. I. 1783), der „Kabale undLiebe" (1784), der „Rheinischen Thalia" mit den ersten Abschnitten des „Don Karlos"(December 1784). An anregendem Umgang fehlte es dem Dichter in Mannheimnicht; aber folgenreicher, als seine dortigen Beziehungen, wurde für ihn der 1784cingeleitete Freundschaftsbund mit Körner in Dresden und Huber in Leipzig. Alsihm die Mannheimer Verhältnisse immer unleidlicher wurden, erfolgte seine Ueber-siedelung nach Leipzig, wo er am 17. April 1785 ankam, um dann im folgendenMonat in dem nahen Gohlis eine ländliche Wohnung zu beziehen. Das hier verfaßte„Lied an die Freude" drückt den Seelenjubel aus, mit welchem der Dichter des Ein-tritts in eine neue Periode seines Lebens und Strebens sich bewußtwurde, als er in einen Freundeskreis eintrat, in welchem er ebensowohl für seineäußere Bedrängnis mitfühlende Herzen und hülsbereite Hände, als für seinen Dichter-berus das ermuthigcndste Verständnis fand. Völlig aber wurde seine Freude erst, alser am 13. September das Gartenhäuschen in Körners Weinberg zu Loschwitz beiTresden bezog. Während der fast zweijährigen Muße, welche er hier genoß, bildeteTon Karlos (veröffentlicht 1787) den Mittelpunct seiner Thätigkeit, zu welchem auchseine Studien über den Abfall der vereinigten Niederlande (erschienen 1788) in Be-ziehung standen. Die „Philosophischen Briefe" faßten die von übersprudelndem Gefühlund von Phantasie getragenen philosophischen Gedanken aus der Zeit des jugendlichgärenden Werdens des Dichters abschließend zusammen (außer dem letzten, 1786 voll-endet). Er brauchte und suchte nun neue Anregung, und so finden wir ihn am21. Juli 1787 in Weimar, wo er sich übrigens, trotz der Berührung mit bedeutendenMenschen, nicht recht heimisch fühlte. Bei Gelegenheit eines Besuches bei seiner inMeiningen vcrheiratheten Schwester und bei der Familie von Wolzogen zu Bauerbacham Schlüsse des Jahres wurde er durch letztere mit Frau von Lengefeld in Rudol-stadt und ihren beiden Töchtern, Karoline, damals mit Herrn von Beulwitz, spätermit Schillers Freund, Wilhelm von Wolzogen, verheirathet, und Charlotte bekannt.Lhne sich selbst schon klar darüber geworden zu sein, was ihn eigentlich dorthin zog,ließ er sich am 20. Mai 1788 in Volkstädt bei Rudolstadt nieder und dehnte seinendcrtigm Aufenthalt bis zum 13. November aus, wo er nach Weimar zurückkehrte.Tie im März 1789 erfolgte Berufung zum außerordentlichen Professor der Geschichte>»,Jma rief ihn am 11. Mai von Weimar dorthin. Bereits am 2. August war ermt Charlotte von Lengefeld einig und am 22. December gab die Mutter ihre Ein-Mlligung zu der Verbindung, welche, nachdem um die Jahreswende ein Jahresgehaltvon 2l>0 Thalern von Karl August und der Hofrathstitel von dem Herzoge vonEningen sich eingestellt hatte, am 22. Februar 1790 vollzogen wurde. Nun hatteSchmer zwar nicht einen ihm völlig entsprechenden Beruf, aber doch einen festen-toohiisih gesunden, von welchem aus zugleich der Verkehr mit den Weimarer, Leipzigermb Dresdener Freunden sich leicht unterhalten ließ. Leider zog er sich auf einemjochst welchen er um Neujahr 1791 bei dem Coadjutor Dalberg zu Erfurt machte,durch ein Katarrhfieber ein tückisches Brustübel zu, das ihn nicht wieder verließ und^Hauptgrund seines frühen Todes wurde. Das Ende dieses Jahres brachte demSchier die den Geber noch mehr, als den Empfänger, ehrende Gabe des Herzogsdou Äugustcnburg und des Grafen Schimmelmann, welche ihm (27. Nov.) auf drei