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Schamhaftigkeit.
Schiller.
bundcnen Versuchungen aufmerksam zu machen und ihnen zu sagen, daß man autferner nach ihnen fragen und sie im Auge behalten werde. Oft schon hat, wo,'Mdie Gottesfurcht nicht mehr stark genug gewesen wäre, den Fall zu verhindern, dajAndenken an einen treuen Vater oder Lehrer oder au das Wort einer Mutter eiaKind noch gerettet.
Vgl. Strack: „Was hat die Schule zu thun, um die Kinder vor geschlechM»Verirrungen zu bewahren," Allg. Schulzeitung 1863 Nr. 18 ff. Palmer: „Was kamder Schullehrer thun, um seine Zöglinge für Gegenwart und Zukunft vor Sünde»wider das 6. Gebot zu bewahren?" im süddeutschen Schulbotcn 1847 Nr. 21—2j.Auch an Kapffs in zahlreichen Auflagen erschienene Schrift: „Der gefährlichste Jugend-feind" ist zu erinnern.
Schiller, Johann Christoph Friedrich v. -- Von den großen Dichtern, welche»Deutschland seine zweite elastische Literaturperiode verdankt, gewährt Schiller dmPädagogen das unmittelbarste und mannigfaltigste Interesse: seine Dichtungen biete»namentlich für die höhere Schulbildung euren leicht und wirksam verwendbaren Süsser selbst hat sich um die Beantwortung der pädagogischen Grundstagen mit einmErnste bemüht, welchem wir umfassende Schriften von pädagogischer Tendenz va-danken; und endlich stellt sein Lebens gang der Jugend das ermunternde und er-hebende Bild eines Menschen vor Augen, welcher durch die Kraft des Willens mdder Begeisterung den von Gott in ihn gelegten „Jdcalmenschen" in stetig fortschreite»-dem Reinigungsprocesse von den Schlacken des Natürlichen befreit und so das ihmvorgestcckte Ziel allen Hindernissen zum Trotz herrlich erreicht hat.
Schiller war am 10. Novemb. 1759 geboren; sein Vater war damals als Lieute-nant bei den württembergischen Truppen in Hessen im Felde, während die Mutter,Elisabeth Dorothea, geb. Kodweiß, mit ihren Kindern in ihrer Vaterstadt MaMwohnen blieb, bis ihr Mann, welcher unterdes Hauptmann geworden war, Ende IMin Schwäbisch-Gmünd als Werbeosficier stationirt wurde, mit der Erlaubnis sedei,in Lorch zu wohnen, wohin er jetzt mit Weib und Kind übcrsiedelte. Hier NullSchiller von dem würdigen Pfarrer Moser zugleich mit dessen Sohne unterrichtet mdverlebte mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Christophine drei glückliche Kiiiim-jahre. Im December 1766 wurde der Vater zu einem Regimente in Ludwigsbmzversetzt, wo Schiller namentlich den Unterricht des Oberpräceptors Jahn zu sein»bleibenden Vortheil genoß, bezüglich seiner Fortschritte im Lateinischen, Griechisch«und Hebräischen die rühmlichsten Zeugnisse erhielt und auch bei dem Lande;'«» i«Stuttgart, welches dem künftigen Theologen die Thürc zu den Klosterschulen cfs»sollte, wiederholt als „ein hoffnungsvoller Knabe" sich bcthätigte. - Allein sein Um-gang wurde in andere Bahnen gelenkt durch den keinen Widerspruch gestattenden Wille»des Herzogs Karl, welcher ihn am 16. Januar 1773 in die 1770 auf der Solimebegründete „Militärische Pflanzschule" aufnahm, die 1775, in demselben Jahre, i»welchem der Hauptmann Schiller als Aufseher der Hofgärtncrei nach der Sollt«versetzt wurde, unter dem Namen der „Herzoglichen Militärakademie" nach Stuttgartverlegt ward, und am Schlüsse des Jahres 1781, als Schiller die Anstalt bereitsverlassen hatte, den Namen der „Hohen Karlsschule" und mit ihm die Privilegieneiner Universität erhielt. Hier wandte sich Schiller, nachdem er zuerst nur in de»Gegenständen des Gymnasialunterrichtes fortgearbeitet hatte, dem Studium der Juris-prudenz zu, von welchem er jedoch schon 1775 zu dem der Medicin übergieng. Aller am 14. December 1780 aus der Militärakademie entlasse» und gleich daraus al-Regimentsmedicns ohne Porteepee mit 18 Gulden Monatsgage zu Stuttgart angastellt wurde, waren „die Räuber" bereits hinlänglich vorbereitet, um zur OstemP1781 auf Kosten des Dichters im Druck erscheinen zu können, auch einzelne Vorlächrder 1782 in der „Anthologie" herausgegebenen Gedichte waren schon in der Militär-akademie veröffentlicht worden. Von den beiden Reisen, welche Schiller zur Mführung seiner Dichtung nach Mannheim unternommen hatte, kam die zweite z«rKunde des Herzogs und wurde so Veranlassung, daß der Dichter dem von scwmungnädigen Herrn auf ihn gelegten Bann in Begleitung seines Freundes A. Streu«am 17. September 1782 durch die Flucht von Stuttgart nach Mannheim sich euW-Aus dem Schmerz getäuschter Hoffnungen, welchen er namentlich der Engherzig«"