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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Rangordnung.'

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urtbeilte milder über die Sache, als die Gegenwart. Indes tritt uns bei jener Schule.1,»- YliMssuna der Sache entgegen, welche allerdings einen pädagogischen und allge-mein sittlichen Boden hat. Niemeyer (Grunds, d. Erz. u. d. Unt. II, 3. § 44) hofft,die Kinder werden das ganze Verfahren halb als ein Spiel ansehen, in dem manmimlen auch ohne eigne Schuld ein Unglück haben könne, und Denzel (Einl. rc. II,iggt betrachtet das Certiren überhaupt nur als ein heitres Spiel, welches gelegentlichdie regsamen Kräfte in Bewegung fetzen möge. Da er will, daß dieses Sprel nuniür die betreffende Stunde daure, so kann man dem beistimmen. In diesem SinneMiat es auch Beneke (Erziehungs- und Unterrichtslehre II, 704). Denn wenn schonbei Unterricht eben nie zum Spiele herabsinken soll, so giebt es doch Stunden, indenen alle Wirkung des Unterrichts verloren und aufgehoben scheint; dann mag aucheinmal durch ein solches Spiel von außen her die Lebendigkeit in das stagnirendeBewußtsein getrieben werden. Aber eben darum, weil doch dieses Spiel nur noch dieStelle des Unterrichts vertritt, wird es nicht zu oft getrieben werden dürfen, wenn esseine wohlthätige Wirkung nicht verlieren soll. Auch Niemeyers Bemerkung, daß dasCertiren für größere Schüler immer etwas kindisches behalte, darf nicht übersehenwerden.

So bleibt denn die Rangordnung, die auf der Univcrsallocation beruht, die einziggerechtfertigte. Wie oft aber und in welchen Zeitabschnitten soll diese Location»«genommen werden? Sehr verschieden ist, was an verschiedenen Anstalten Sittegeworden und in einigen Ländern Deutschlands von Seiten der Behörden darüber»«geschrieben ist. Und wenn sich Kirsch (die Aufsicht des Geistlichen über die Volks-chule S. 227) und Palmer am liebsten für eine halbjährliche Location entscheiden, sochlägt Voller dagegeir eine vierteljährliche vor. Daß eine häufig wiederkehrendeAmderung der Rangordnung schädlich wirken muß, da sie weder ein bedeutendes nochan sicheres Resultat liefern kann, in den Unterricht aber eine nutzlose Unruhe und mitdieser Unruhe zugleich alle ihre sittlichen Gefahren hineinträgt, muß durchaus anerkanntM werden. Wenn aber mit der Feststellung der Rangordnung bis zum Ende des Semesterssgewartet werden soll, so wird ihr eigentlicher Zweck illusorisch. Sie giebt daun wederein Bild der im Laufe dieser Zeit gemachten Fortschritte, noch zeigt sie, wie weit dieAusgabe des Unterrichtes gelöst sei und wie weit nicht. Man wird daher im allge-meinen dem Vorschläge vor: Völker, sie vierteljährlich eintreten zu lassen, zustimmenmiißen. Die Location in der Mitte des Semesters gewährt dann einen Ueberblick überden bisher gemachten Fortschritt, der schon sehr belehrend für die Beantwortung der Fragewerden muß, welche von den Schülern zurückzubleiben und welche mitzukommen scheinen.Durch die Hauptlocation, die am Ende des Semesters eintreten soll, wird ausgesprochen,in welchem Maß die einzelnen Schüler im Vergleich mit einander das KlassenzielMacht haben. Wenn die Schule alsdann der Familie zugleich mit den Zeugnissenauck Nachricht über den loeus ihrer Angehörigen giebt, so fehlt es ihr nicht an Mitteln,

! etwaigen Misverständnissen, als enthielte die Location ohne weiteres und unbedingt ein^ Hildes oder tadelndes Urtheil über die Schüler, vorzubeugen. Denn die Zusammen-^ §M»ug des Zeugnisses und der Rangordnung darf nicht die Abhängigkeit des einenM dem andern bedeuten, weil sonst in beide Schuleinrichtungen, wie oben gezeigt,Unklarheit gebracht würde. Die Rangordnung ist ja in erster Linie für die Schule,das Zeugnis für den Schüler und für das Haus.

L ?d^r auf welche Weise soll das Urtheil über den loous, der dem Schüler gebührt,Wgchellt werden? Es giebt hier einen zweifachen Weg. Auf dem einen gehen die-n^lche im Laufe der ganzen Zeit zwischen der letzten und der nächsten Locationdas Material für das neue Urtheil sammeln. In manchen Schulen werden LobzettelM verschiedenen Numern bei jeder guten Leistung ausgetheilt, und aus ihnen wirdda»,, Summe gezogen, welche über den Platz entscheidet. Auf andern Anstalten>1 ein ausgebildctes Strich- und Notensystem im Gebrauche, nach welchem jede Ant-ik Schülers sofort protokollirt wird. Aehnlich verhält es sich damit, wenn alle

Im A schriftlichen Arbeiten addirt und diese Summen bei Bestimmung der Plätze"^"rmg gebracht werden, oder wenn nach jedem Exercitium sofort eine neuegemacht wird. Alle diese Arten, die Kenntnisse und Fortschritte zuf ronren, sind bedenklich. Zwar wird ein gewissenhafter Lehrer sich alle jene Notizen