Rangordnung.
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ird es den Schülern der obern Plätze nahe zu legen wissen, daß von dem, dem viel^eben ist, auch viel gefordert werde, wird sich aber auch mit den schwächer» SchülernHer die kleinen Siege, welche die Treue errungen hat, um so herzlicher freuen.
Die Einwürfe gegen die Location, welche von der praktischen Ausführung der^ache ausgehen, lenken zunächst unsere Aufmerksamkeit auf diese selbst.
Die Frage, ob die Location nach den einzelnen Fächern eine verschiedene, oderach einem Gesammtresultate aller Fächer für alle Unterrichtsgegenstände eine gemei n-same sein müße, führt auf die allgemeinere Frage zurück, ob die Pflege^ einzelnerllnlaqen oder die allgemeine Ausbildung aller der wichtigere Zweck der Schule sei.Nun liegt es aber im Begriffe der Schulbildung im Gegensätze gegen die Berufs-bildung, daß ein möglichst gleichmäßiger Fortschritt in allen Unterrichtsgegcnständenon dem Schüler verlangt werden muß. Soll daher die Location dem Zwecke desUnterrichtes dienen, so muß sie auf Grund eines Gesammturtheils über denFortschritt in allen Lehrgegenständen eingerichtet werden, wobei nicht ausgeschlossen ist,'aß denjenigen Unterrichtsgegenständen, denen nach der Gattung der Schule ein beson-deres Gewicht eingeräumt werden muß, auch ein verhältnismäßig größerer Einflußus die Rangordnung zugestanden werden darf. Die Universallocation giebt ein Urtheil'ber den allgemeinen Standpunct des Schülers. Zwar nimmt dieser nach ihr nichtm mathematisch richtigen Punct in den einzelnen Fächern ein, an den er gehörte,ber er wird doch immer in diejenige Gruppe von Schülern gestellt sein, in welcher gehört. Die Universallocation bietet allen Lehrern ein richtiges Bild von demllgcmeinen Standpuncte des Schülers dar und ermöglicht dadurch eine gemeinsameZinwirkung auf ihn. Die Location nach einzelnen Fächern entbehrt dieses Vortheils,id bringt außerdem, da sie es nöthig macht, daß die Schüler mit jeder Lehrstunde'hre Plätze vertauschen, eine Beweglichkeit und Unruhe in die Schule, die nach vielenZeiten hin störend wirkt. Die mehr künstliche Weise, in welcher sie zuweilen vor-enommen wird, daß nämlich die Plätze in allen Lehrgegenständen gleichmäßig, aber»r für eine gewiße Zeit nach einem gewißen Objecte bestimmt werden, und daß nachblauf dieser Zeit ein anderes Fach das maßgebende für alle Stunden wird, hebtich noch den Vortheil auf, den jenes erste Verfahren darbietet. Bei jenem Verfahrenat doch jeder Lehrer für seinen Gegenstand das richtige Bild der Classe, bei diesemictet die Classe in allen Objecten außer dem einen, nach dem gerade gesetzt wird, einalsches Bild. Das Gefährlichste von allem ist, daß nach irgend einem Lehr-egenstande, der die Ausführung der Location besonders leicht macht, wie z. B.ach der Orthographie oder dem Rechnen, die Plätze für alle Stunden bestimmt werden,»d selbst dort, wo nur ein Lehrer alle Unterrichtsgegenstände vertritt, muß der zwie-ache Nachtheil eintreten, daß die Schüler vom Lehrer falsch beurtheilt werden, undaß sie selbst zwischen solchen Lehrobjecten, auf welche ein Gewicht zu legen sei, undeichen, auf welche es nicht weiter ankomme, unterscheiden lernen. Allen Arten der'articularlocation ist übrigens der Vorwurf zu machen, daß sie durch den häufigenWechsel der Plätze den Locus zu stark und doch nicht in der rechten Weise betonen,as Bewußtsein des Schülers über sich selbst verdunkeln und in das ganze Leben derschule eine innere Unruhe und Zerfahrenheit bringen, die dem Unterrichte schädlichä» muß.
Die völlige Ausartung dieser Richtung ist das sogenannte Certiren odertechen, welches friibcr sehr beliebt war, gegenwärtig aber überall billig in Mis-redit gekommen ist. Bleibt der Schüler auf eine Frage die Antwort schuldig, undB der nächst unter ihm sitzende im Stande, sie zu beantworten, so tritt der augen-Amliche Wechsel des Platzes ein. Weiß eine Reihe von Schülern die Antwort nicht,o rückt der Glückliche, der sie endlich bringt, über die ganze Reihe hinauf. Da beileiem Verfahren stets eine bedeutende Aufregung der Schüler eintritt, so wird das-eldc von manchen als ein sehr wirksames Mittel, die Theilnahme am Unterrichte zueleven, angesehen und in ausgedehntem Maße angewendet. Zugleich gelteir die durchas Eertiren gewonnenen Plätze für eine fortdauernde Berichtigung der Rangordnungad werden so lange behauptet, bis eine neue Revolution alles wieder über den HaufenMi. Da hier nun einmal äußere Unruhe für innere Lebendigkeit genommen wird,Ichwht es nicht selten, daß man die gewöhnliche Art verläßt und allerlei z. Th.