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Rangordnung.
richts innerhalb der einzelnen Nasse und durch die Schwierigkeiten des Massmunin-richts gefordert. Wenn es die Hauptaufgabe des Lehrers ist, alle Schüler ein«Schulclasse in möglichst gleichmäßigem Fortschritte zu erhalten, so muß sein Unterrtz,ein möglichst individueller werden. Damit ihm nun in jedem Augenblicke dirUebersicht über seine Schüler erleichtert werde, so ist im Nasstnunterrichte eine Est irichtung nothwendig, welche ein objectives Bild von den Leistungen der Einzelnen M IMan hat zwar nicht selten dagegen eingewendet, daß derjenige ein schlechter Lest«!sein müße, welcher nicht auch ohne Rangordnung seine Schüler kenne. Daran ist Mletwas wahres. Will man indessen auch davon absehcn, daß doch die Rangsrdnw jdem Lehrer, namentlich in gefüllten Nassen, das eigentliche Bild der Nasse wenigstessicherer und leichter vorführt, als es seine eigene Erinnerung vermag, so werden st Hdiesem Einwurfe wichtige Bedingungen des Unterrichts selbst übersehen. Denn dialLehrer sollen die zu unterrichtenden Individuen überhaupt nicht auf eine so znsMzilWeise in die Hände gerathen; sondern, da der Unterricht eine planmäßige Thätiz-jkeil ist, so soll der Lehrer von vorn herein wissen, welche Schüler er jetzt, welche «frnachher heranziehen müße. Er wird also die Gruppen derselben von vorn herein st! ^Auge haben müßen, um mit jeder bestimmten Operation des Unterrichts sich aii stWgeeigneten Individuen zu wenden. Ist doch die Bedeutung dieses vor die Augen Istellten Bildes der Elaste vielen so wichtig erschienen, daß sich immer wieder dariistjein Streit erhebt, ob die tüchtigeren oder die untüchtigeren Schüler in der MhediflLehrers placirt werden müßen. Die gemeinsame Voraussetzung der verschiedenen Ai->sichten darüber ist eben die, daß der Lehrer die geeigneten Forderungen des UnteMi!!stets von vorn herein an die richtige Adresse richten müße. Auf die Frage selbst gicki ^es natürlich keine allgemeine Antwort, denn ihre Beantwortung hängt zuweilen mder Localität, von der Art der Subsellien und für den einzelnen Lehrer von sei«Gewohnheiten, von seiner Persönlichkeit, körperlichen Beschaffenheit ec. ab. Aber, wsubjectiv der Streit auch immer sei, er zeugt doch von dem allseitig anerkannten Be-dürfnisse, daß das räumliche Bild der Elaste dem Zwecke des Unterrichts dienen nch.
Unsere Ansicht steht freilich nicht unbestritten da. In der Reihe der über stetThema erhobenen Bedenken werden diejenigen zu unterscheiden sein, welche überhast!gegen jede Rangordnung, sodann diejenigen, welche gegen das im Obigen behauMPrincip der Location, und endlich diejenigen, welche gegen den Misbrauchi:der praktischen Behandlung der Sache gerichtet sind. '
Gegen jede Rangordnung ist in neuester Zeit die Ansicht ausgesprochen werda,daß die Rücksicht auf die körperliche Entwicklung der Schüler die für alle ächmOrdnungen der Schule wichtigste sei. Der Arzt Or. L. Guillaumc zu Nenenbwzforderte in seiner Schrift »U^Z-isno seotuiro 1864-, die bald auch unter dem A„Die Gesundheitspflege in den Schulen" in deutscher Uebersetzung erschien, daß iiiSchüler lediglich nach ihrer Größe an Tische von verschiedener Höhe gesetzt Mt«.Das Interesse, mit welchem diese Angelegenheit besonders von Aerztcn weiter Verseswurde, hat doch kein anderes Resultat gehabt, als das, die Aufmerksamkeit auf«Seite der Gesundheitspflege in der Schule zu richten. In der That kann die SÄ!sich nicht dazu verstehen, wie eine Krankenanstalt, die Pflege des Körpers über d!iPflege des Geistes zu stellen, und bei aller gebotenen Rücksicht ans die Gesundheit taSchüler kann sie ihren Einrichtungen immer nur einen mittleren Maßstab zu E 'legen (s. den Art. Schulgeräthschaften). Es haben sich aber auch Pädagogen gezfjede Rangordnung erklärt. Von Bedeutung ist hier namentlich die von dieser ""oft laut gewordene Anklage, daß die Rangordnung den Ehrgeiz wecke. T>KAnsicht muß, wenn sic consequent bleiben will, eigentlich jede Location verwerfestdenn da die Rangordnung als solche, ganz abgesehen von ihrem Princip, immer ewgewiße Werthschätzung der Persönlichkeit in sich schließt, so wird allerdings durchsRangordnung der Ehrtrieb des Schülers in Bewegung gesetzt. Allein das Nämlchgeschieht ja durch Lob und Tadel, durch Zeugnisse und Versetzungen, mit einem!durch jedes Urtheil der Schule über den Einzelnen und es soll geschehen. Dmnf«Schule, welche das Ehrgefühl nicht zu wecken vermöchte, würde ebenso verwerflich!fswie diejenige, die es tödtctc; ja in der gesunden Schule hört eine gewiße ApMtÄan das Ehrgefühl eigentlich niemals auf. Wenn also nur die Lehrer nicht