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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Räthsel.

nicht allein geschieht, wenn nicht die rechte Zeit eingehalten wird, sondernsonders, wenn man irgendwie entbehrliche Erörterungen einmischt. Noch schlimmer jjes aber, wenn man sich im Stoff vergreift und dabei entweder die Fassungskraft stMehrzahl der Anwesenden nicht in Rechnung bringt oder aber die einen gegen standern in Schatten stellt. Im Durchschnitt müßcn also die Aufgaben so gewählt M-,geordnet sein, daß die Zuhörer nach ihrem Mittelschlag mit Lust und Liebe svl» Mund die Lösungen finden können, die natürlich denselben möglichst vorzuenthalten stMan wähle daher umsichtig geordnete Sammlungen, welche die Auflösungen in insonderen Heften bieten, und welchen es nicht an Abwechslung und Mannigfaltigkeit Kilt

Unter dem pädagogischen Gesichtspuncte möchte es bedenklich scheinen, Räthsel zistellen, deren Lösung nur durch einen geschickten Fund und Einfall oder eine zusi»bekannte Notiz möglich ist, wie wir das bei einer Menge der volksmäßigen, oft läppWRäthselfragen sehen. Es sind derlei Räthsel allerdings mehrzum Lachen-, als zmRathen, und wohl dem, der mitlachen kann." Eben darum aber dürfen auch sMKäuze nicht absolut ausgeschlossen werden, um der Heiterkeit willen, die sie jeder;»«in Kinderkreisen erregen. Doch hier vor allem ist Maß und Ziel nothwendig. -Dasselbe ist zu sagen in Betreff der Frage, was von Räthselbüchern zu halten schdie der Förderung geschichtlicher, geographischer, sittlichreligiöser, biblischer KenntHzu dienen beabsichtigen. An und für sich nämlich muß sicherlich so gut wie bei hek-tischen Erzeugnissen darauf gehalten werden, daß auch das Räthsel zunächst SelbstMsei. Gegen biblische Räthselfragen, welche vr. Barth viele Jahre lang in de»Jugendblättern gestellt hat, erhebt sich das gewichtige Bedenken, ob nicht dadurch dlNeigung gefördert werde, die Bibel zu fremdartigen Zwecken zu durchstöbern. Achminder bedenklich wäre in anderer Beziehung, wenn etwa durch Schriften und Hebung!»im Räthselfach absichtlich darauf hingewirkt werden wollte, die Lehrer und Hörer ;«eigenen Productionen zu ermuntern; alle absichtliche Macherei ist vom Uebel. Tr-gegen Räthsel mit naturgeschichtlichem, geographischem, historischem, auch je und jibiblischem Inhalt haben, wenn anders die Form tadellos und der Ton nicht gm ;»lehrhaft ist, und wenn sie bescheiden unter echte poetische und absichtslose RäM ge-mischt sind, nichts gegen sich; sie befestigen manche Kenntnis in spielender Weise stdienen zu Herstellung der vorhin gewünschten Mannigfaltigkeit. Eben deshalb »beimöchte es nicht gerathen fein, längere Zeit fort einzig nur derartige Sammlungen;»benützen, wenigstens' nicht im häuslichen Kreise. Ein anderes ists in der Schul!,und wenn die letzte Frage, die wir noch zu beantworten haben, ob nämlich das RHlauch in die Schule gehöre, unbedingt bejaht werden müßte; dann freilich wären RMsammlungen, welche allein dem Gebiete der Schulkenntnisse entnommen sind, mehr allandere zu empfehlen. Allein diese Frage läßt sich nur mit Vorbehalt bejahen. Ggehört ein guter Takt und Geschmack zu solchen Uebungen, wenn die sonstigen Zmekdes Unterrichts dadurch nicht beeinträchtigt werden sollen, und die wenigsten Lehm ffhaben wohl hiezu das erforderliche Talent und Geschick. An und für sich ist eben st ffSchule die Stätte ernster Arbeit, nicht aber des Spiels, und wäre es auch das edelst ffund beliebteste Geistesspiel.

Zur Räthselliteratur mag es genügen, von den namhaftesten Vertretern stsFachs in neuerer Zeit und besonders den für pädagogische Zwecke geeignetst»Schriften nur die besten hervorzuheben und hier aufzuzählen. Es sind folgende: Vier-hundert Räthsel und Charaden gesammelt von G. F. Bossert, Eßlingen, in dritterAust, erschienen; Fünfhundert Räthselfragen aus der Geographie und Geschichte, be-arbeitet von K. Strack, Pfarrer: von demselben vierhundert Räthselfragen auS derNaturgeschichte und Naturlehre, Leipzig, Mayer; von vr. Arendts, Professor >»München: geographisches Räthselbuch, von demselben: naturgeschichtliches Räthselbuch;Räthselbüchlein für Kinder von G. Scherer, Stuttgart; Sphinx, Räthselgedichte«»Ed. Prosch, 1. und 2. Sammlung; Räthsel und Sinnsprüche für Kinder ML. Schmidt, Pastor, Eisleben; Räthselschatz von Brüllow und Sch äff er, Berlstdas deutsche Räthselbuch von Simrock, Franks, (in vielen Auflagen); Räthselkurzt»für Jung und Alt von H. Thiersch, (?) Basel; Räthselbüchlein, für kleine»-«mit erklärenden Bildern zur Seite, Stuttgart, bei Thienemann; deutscher RäthseWvon L. Mezger, 2. Aust. Heilbrvnn, Scheurlen 1876.