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2 (1879) Lob - Zuneigung
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Politik in der Schule.

Präparanden rc.

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, etvciiden haben; Dinge, wie die deutsche Reichsverfassung, das Recht oder Unrecht derMischen Parteien der Gegenwart u. dgl. bleiben noch ferne liegen.*) Sehr amanrechten Orte wäre es, wenn der Lehrer das triebe, was man Politifiren heißt; dazu')'t die'Schulzeit wahrlich zu kostbar. Vergessen wir nicht, daß das erste und noth-U'wdigste, weil innerlichste Stück politischer Bildung die Weckung und Schärfung desRechtsaefühls ist, und zwar in derjenigen Objcctivität, kraft welcher das Recht ohneAnsehen der Person, also auch die Pflicht, die uns gegen fremde Rechte obliegt, alsdaS oberste Gesetz anerkannt wird. Eben darum gehört es zur politischen Bildungeines Volkes, daß cs da, wo nothwendig einzelne leitend, regierend auftreten müßen,sich auch leiten, sich regieren läßt; es muß fähig sein, zu vertrauen und zu gehorchen.Freilich kann dies in erster Linie nicht der Erzieher zu Stande bringen, sondern anden Regierenden ist cs, sich Vertrauen zu gewinnen; und wahrhaftig, es gehört für sicnicht so übermäßig viel dazu, sich dasselbe zu erwerben und zu erhalten. Denn dieVölker selbst sind zum Mistrauen durchschnittlich nicht geneigt; viel lieber hegen sieVertrauen; es ist ihnen Bedürfnis, an ihre Regierung einen Glauben zu haben. Aberwie es in den obern Regionen Leute geben kann, die es darauf anlegen, dem Volkejede Achtung vor ihnen und jedes Vertrauen unmöglich zu machen: so arbeiten anderer-seits Elemente, die nur in Unruhe und Umsturz zu egoistischer Befriedigung gelangen:und gegen diese im voraus das Volksgemüth zu schützen, in ihm jenes Vertrauen alssittliche Macht, als Pietät zu pflegen, das ist eine Aufgabe, die noch in den Bereichder Erziehung fällt. Zu einem großen Theile wird sie dadurch schon gelöst, daß jenePietät im Kinde vorerst seinen nächsten Vorgesetzten, den Eltern und Lehrern gegenübergepflegt wird. Den rechten Halt und festen Grund aber gewinnt die Pietät gegen dieEltern, wie die christliche, freie Unterordnung unter Regierung und Obrigkeit durchdie Gottesfurcht, die ebenso gehorchen wie nicht gehorchen lehrt; so daß also auch vonder Politik aus die pädagogischen und psychologischen Fäden auf den Centralpunct, aufdie Erzeugung christlicher Gesinnung zurücklaufen.

Im wesentlichen gilt das Gleiche auch von allen höherer: Lehranstalten, nur daßdiese den Vortheil haben, durch ausgedehnteren Betrieb des Geschichtsunterrichts, dersich ja schon an den Sprachunterricht anknüpft, auch in weitere politische Beziehungen,Interessen und Probleme dem Schüler den Einblick zu gewähren. Die Anhaltspunctefür politische Belehrung, die mit den regelmäßigen Lehrfächern gegeben sind, vermehrensich hier mit jeder höheren Classe; es ist einfach Sache des tüchtigen Lehrers, sie ge-hörig zu benützen. Verkehrt ist es, die Turnübung zu einem politischen Treiben zumisbrauchen. Daß die Turner sich für den Dienst des Vaterlandes tüchtig machen,sollen sie immerhin wissen, weil es wahr ist; aber zunächst sollen sie turnen um ihrerselbst willen. Dagegen ist noch ein Vehikel für vaterländische Gesinnung und insofern'uch^für politische Bildung im Gesänge d ärgeb oten. Mag es auch oft k omisch klin aen.wenn ein Rudel KnUn mit Ihren Soprarrstimmcn singen:' ^MMefta, die.DMWen

ßndcha, die Deutschen si nd mutLig _sie,.rufen. H mwäbl^'''eS'nnk' ooH auch sol Le».

ische Anticivätioueu^nftiger-M airnbaftiak eit rsiLt^üsvLraMen.

Polizei, s. Zucht.

Praco ertöt, s. Frühreife.

Prädicatenkatalog, s. Schülerverzeichnis.

Prämien, s. Schulprämien.

Präparanden, Präparandenbildnng, Präparandenanstalten. Mit dem

WortPräparand" wird in dem Organismus der Volksschullehrerbildung je nach den

Mit Recht sagt W. H. Riehl:Nicht auf der Schulbank wird und kann das Volk seine

eigenen Staatseinrichtungen kennen lernen.Die Extreme der Absolutie und der reinen

Demokratie sind viel gemeinverständlicher, als die kunstreiche Staatsform des Maßes und derversöhnten Gegensätze in unser» monarchischen Staaten, Nicht weil die konstitutionelle MonarchieajwdlSndisch oder ein Schulproduct wäre, sondern weil sic so reichen Inhalts und so gerecht imtnaß ist, kommt sie den bildungsärmeren Volksweisen nur langsam zum Verständnis. . . - .24 ssaube nicht, daß irgendwann einmal das ganze Volk staatsgelehrt werden wird. Denn mit"^ Bildung der untern Volkskreise wächst ja doch auch die Bildung der Gebildeten; das Ganzeruckt gleichmäßig vor, und mannigfache politische Eesittungskreise, mannigfache Stufen des Poli-cen Bewußtseins werden allezeit bestehen bjeibcn."